Niedrigste April-Arbeitslosigkeit seit 1992

Starke Nachfrage nach Arbeitskräften in Niedersachsen

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Symbolbild

Hannover - Der konjunkturelle Frühjahrsaufschwung hat Niedersachsens Arbeitslosenquote auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gedrückt. Sie lag im Mai bei 5,6 Prozent, so die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Hannover.

Insgesamt waren 239.641 Menschen ohne Job - was einen weiteren Rekordwert darstellt: „Damit knackt Niedersachsen erstmals seit 25 Jahren die Marke von 240.000 Arbeitslosen“, teilte die Agentur mit. Zuletzt waren im Mai 1992 weniger Männer und Frauen ohne Job (233.948 Personen). Als Grund für den guten Wert gilt die brummende Konjunktur - viele Firmen suchen wieder händeringend nach Fachkräften. 

„Von der Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen profitieren auch Langzeitarbeitslose, doch nicht so stark wie wir uns das wünschen würden“, so Agentur-Landeschefin Bärbel Höltzen-Schoh. Insgesamt waren im Mai 89.356 Menschen mehr als ein Jahr ohne bezahlte Beschäftigung und galten damit als langzeitarbeitslos. Ihre Zahl sei innerhalb eines Jahres um fünf Prozent gesunken, so Höltzen-Schoh: „Das ist eine gute Entwicklung; doch nach wie vor gibt es viele Hürden, die der Rückkehr in Arbeit im Weg stehen.“ 

Zahl derjenigen, die aufgrund einer Krankheit nicht arbeiten können, steigt

Angesichts der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt sollten sie künftig bessere Chancen auf Beschäftigung bekommen, forderte sie. Viele der Betroffenen verfügten über keine abgeschlossene Berufsausbildung, so dass sie verstärkt berufliche Qualifikationen benötigten. Die Zahl derjenigen Menschen, die an solchen Maßnahmen teilnehmen oder gerade erkrankt sind und daher nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im Mai bei 331.438 Personen - ein Anstieg von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zu der Gruppe zählen auch Flüchtlinge, die dank Sprach- oder Berufskenntnissen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigern wollen. 

Regional fiel die Arbeitslosigkeit in Niedersachsen unterschiedlich aus: Am höchsten lag die Quote mit 7,0 Prozent in der Region Hannover sowie den Bezirken Braunschweig-Goslar (6,8 Prozent), Celle (6,5), Oldenburg-Wilhelmshaven (6,4) sowie Emden-Leer und Hameln (je 6,2). Am niedrigsten war die Arbeitslosigkeit im Bezirk Nordhorn mit der Grafschaft Bentheim und dem Landkreis Emsland: Dort wurde eine Quote von 3,1 Prozent ermittelt. Vechta (4,2), Nienburg-Verden (4,6) Osnabrück (4,7) und Stade (5,0) sind weitere Bezirke mit vergleichsweise geringer Arbeitslosigkeit.

dpa

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