Ungleichgewicht bei derzeitiger Verteilung

Städtetag fordert Wohnsitzauflage für Flüchtlinge

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Frank Klingebiel

Hannover - Der Niedersächsische Städtetag fordert von der Landesregierung eine Wohnsitzauflage für Flüchtlinge.

Wie der Verband am Donnerstag in Hannover mitteilte, erhalten immer mehr eingereiste Asylbewerber einen Aufenthaltstitel mit der Folge, dass sie ihren Wohnsitz frei wählen dürfen.

Die meisten Menschen wollen in große Städte ziehen

Umfragen des Städtetags zufolge wollen die Menschen vor allem in die großen Städte ziehen, was diese vor besondere Herausforderungen stelle. „Wir halten eine praktikable Wohnsitzauflage für das effizienteste Mittel, den Zuzug zu steuern“, sagte Frank Klingebiel (CDU), Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter und Präsident des Niedersächsischen Städtetages.

Vor allem Salzgitter beherbergt überdurchschnittlich viele Flüchtlinge. Regelungen für eine Zuzugsbeschränkung für besonders betroffene Städte sollten noch im Sommer vom Land verabschiedet werden, fordert der kommunale Spitzenverband. Eine Begrenzung des Zuzugs auf einzelne Stadtteile lehnte er allerdings ab.

Außerdem müsse das Land den Kommunen Geld für die Integration zur Verfügung stellen. Es entstünden Kosten für die Grundsicherung der Menschen, zusätzliche Aufwendungen für Sozialarbeit, Schulen und Kindertagesstätten. „Das Land muss zu einer gerechten Verteilung der Flüchtlinge kommen, oder zu einer gerechten Verteilung der finanziellen Mittel“, sagte Klingebiel.

dpa

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