Angeschlagenes Josef-Hospital

Stadtrat stimmt für Finanzhilfe für Delmenhorster Klinik

Delmenhorst - Der Delmenhorster Stadtrat hat einer Soforthilfe in Höhe von 1,5 Millionen Euro für das angeschlagene Josef-Hospital mit großer Mehrheit zugestimmt.

"Es gab nur zwei Gegenstimmen und fünf Enthaltungen", sagte die Ratsvorsitzende Antje Beilemann nach der Sitzung am Mittwochabend. "Der Delmenhorster Rat stellt sich hinter unser Krankenhaus."

Ursprünglich wollten die beiden Träger, die Stadt Delmenhorst und die katholische St. Josef Stiftung, die Summe gemeinsam aufbringen. Die Stiftung kündigte jedoch an, ihre Anteile von 90 Prozent auf die Stadt übertragen zu wollen. Nach Angaben der Stadt hat die Kommunalaufsicht bereits grünes Licht für die Bürgschaft sowie eine weitere in Höhe von 3,5 Millionen Euro gegeben, die voraussichtlich noch bis Ende des Jahres nötig wird.

Das Josef-Hospital verzeichnet zurzeit ein Defizit von drei Millionen Euro. Bis Ende des Jahres könnte es auf zehn Millionen Euro anwachsen. Ein Grund für das Minus sind die stark rückläufigen Patientenzahlen unter anderem nach der Mordserie des Krankenpflegers Niels H. Die Geschäftsführung will die Insolvenz mithilfe eines Schutzschirmverfahrens abwenden und ein Sanierungskonzept erarbeiten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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