Kein Haftbefehl gegen verletzten Bombenbauer

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Ein Polizeifahrzeug parkt in Stade vor dem Haus eines Mannes, der sich bei dem Versuch eine Bombe zu basteln selbst in die Luft sprengte

Stade - Ein Sprengstoff- und Waffennarr aus Stade muss nicht in Untersuchungshaft. Ein von der Staatsanwaltschaft beantragter Haftbefehl sei vom Richter abgelehnt worden, teilte die Polizei am Freitag mit.

Der 35-Jährige hatte sich am Mittwochabend beim Hantieren mit Chemikalien in die Luft gesprengt und schwer verletzt. Der Mann habe die Explosion nicht vorsätzlich, sondern eher fahrlässig herbeigeführt, sagte ein Polizeisprecher. Das rechtfertige ebenso keinen Haftbefehl wie der Waffenbesitz.

Beamte fanden in seiner Wohnung 16 verschiedene Pistolen, vier Gewehre, Munition und Werkzeug zum Umbau und Bau von Waffen. Außerdem stellten sie etwa 30 Liter Flüssigkeit mit noch unbekannter Zusammensetzung sicher. Der Mann habe in einer ersten Befragung keine Angaben zu der Tat und seinen Motiven gemacht. Die Ermittlungen dauern an.

Bei der Explosion wurde das Dach des Hauses beschädigt, Türen und Fenster gingen zu Bruch. Auch mehrere Autos trugen Schäden davon. Der Mann ist der Polizei bekannt. Bereits 2008 ermittelte die Polizei gegen ihn wegen Waffenbesitzes.
dpa

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