Acht Mäusebussarde im Kreis Stade gestorben

Bussarde sterben an verbotenem Pflanzengift

Stade - Acht Mäusebussarde sind im Kreis Stade an einem verbotenen Pflanzenschutzgift gestorben. Dies haben Untersuchungen der im März gefundenen toten Tiere ergeben.

Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) habe ermittelt, dass die Bussarde und eine ebenfalls entdeckte tote Ratte alle ein seit 2002 verbotenes Pflanzenschutzgift im Magen hatten, teilte der Landkreis am Mittwoch mit. Die Ratte war offenbar als Giftköder präpariert. Das Produkt mit dem früheren Handelsnamen „E 605" dürfe nicht mehr verkauft und verwendet werden. Die Kreisverwaltung erstatte nun Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und das Bundesnaturschutzgesetz.

Zunächst hatte der Naturschutzbund (Nabu) Anfang März einige verendete Bussarde zwischen Himmelpforten und Großenwörden gemeldet. Zwei Wochen später entdeckte ein Mitarbeiter des Naturschutzamtes Stade drei weitere tote Bussarde und in der Nähe die tote Ratte, all dies nur drei Kilometer vom ersten Fundort entfernt.

In einem anderen Fall wurden in Cappeln im Kreis Cuxhaven im April neun tote Greifvögel entdeckt. Als Giftköder waren dort präparierte Tauben und Eier ausgelegt worden, die Polizei nahm Ermittlungen auf. Offenbar war ein europaweit verbotenes extrem starkes Gift verwendet worden. Damals verdächtigte der Nabu Jäger, die Köder ausgelegt zu haben.

Im Jahr 2007 bereits hatten das Umweltministerium, die Jägerschaft sowie der Nabu und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Niedersachsen eine Erklärung gegen die illegale Verfolgung von Greifvögeln unterzeichnet.

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Unbekannter vergiftet neun Greifvögel im Kreis Cloppenburg

Rubriklistenbild: © dpa

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