Staatsanwaltschaft ermittelt wegen erschossenem Seeadlermännchen

Stade - Im Fall des erschossenen Seeadlers im Landkreis Stade sind die Hintergründe weiterhin unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen unbekannt.

„Wir gehen von einer Straftat und nicht von einer Ordnungswidrigkeit aus“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Kai Thomas Breas. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sei die Tötung von streng geschützten Arten verboten. Bei einer Verurteilung drohe dem Täter eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren. Auch sei die Tat ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, wonach Tiere nicht ohne vernünftigen Grund getötet werden dürfen.

Untersuchungen ergaben, dass der Greifvogel entgegen bisherigen Erkenntnissen ein Männchen ist, wie die Umweltorganisation Nabu mitteilte. Weil das Tier sehr kräftig war, waren Experten bislang von einem Weibchen ausgegangen. Mehrere Naturschutzvereine und Privatleute erhöhten unterdessen die Belohnung für Hinweise zur Aufklärung des Vorfalls auf 12 300 Euro.

Das tote Seeadlermännchen war vor gut zwei Wochen in seinem Nest nahe der Gemeinde Balje-Hörne entdeckt worden. In der Nähe waren später auch zwei tote Mäusebussarde gefunden worden. Eine Vergiftung wird nicht ausgeschlossen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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