Sonderregelung wegen der Hochsaison

Kinder auf Nordseeinseln starten verspätet in die Ferien

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Auf Baltrum sind die Kinder in die Ferien gestartet.

Spiekeroog/Baltrum - Lehrer können normalerweise nur in den Schulferien in den Urlaub fahren. Im Tourismusgeschäft ist es umgekehrt. Das trifft besonders Schulkinder und ihre Eltern auf den ostfriesischen Inseln.

Das niedersächsische Festland hat schon seit Ende Juni Ferien - auf den ostfriesischen Inseln gehen die Uhren anders. Die Eilande können ihre Ferientermine selbst festlegen. Nach Baltrum haben die Kinder auf Spiekeroog am Freitag (13. Juli) ihren letzten Schultag, damit sind dann überall in Niedersachsen Sommerferien. 

Grund für die Sonderregelung auf den Urlaubsinseln ist das Tourismusgeschäft. Die meisten Eltern verdienen damit ihr Geld und können somit nicht während der ganzen Hochsaison mit ihren Kindern verreisen. Dafür sind im Herbst und Frühjahr Ersatz-Urlaubszeiten vorgesehen. Ähnliche Regelungen gelten auch für die Urlaubsinseln in Schleswig-Holstein.

Baltrum in die Ferien gestartet

Am Mittwoch feierten auf der kleinsten ostfriesischen Insel Baltrum 50 Kinder der Grund- und Oberschule mit Eltern, Lehrern und Bürgermeister den letzten Tag des Schuljahres. Nach dem Frühstück gab es Zeugnisse und lobende Worte für gute Noten. Danach ging es dann für einige in den Urlaub in Richtung Festland. 

Die Ferien für die ostfriesischen Inseln werden nach Angaben des Kultusministerium in Hannover gesondert festgelegt. Die Erziehungsberechtigten der Schüler hätten sonst kaum die Möglichkeit, während der Haupturlaubszeit in den Sommerferien mit ihren Familien in den Urlaub zu fahren, sagte eine Sprecherin.

Längere Herbstferien möglich

Die Schulen auf den Inseln dürfen daher in Absprache mit den Schulträgern abweichende Ferientermine beantragen. In der Regel werden die Sommerferien auf vier oder oder fünf Wochen gekürzt und die Herbstferien entsprechend verlängert. 

Alternativ sind im Winter oder Frühjahr zweiwöchige Ferien vorgesehen. In diesen Randzeiten sind meistens nur wenige Touristen auf den Inseln und die Buchungszahlen für Ferienunterkünfte nur gering.

dpa

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