Nach Absturz von Ultraleichtflugzeug

Leichen werden obduziert

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Das Wrack des Ultraleichtflugzeugs liegt auf einem Feld nahe Söhlde.

Söhlde/Hildesheim - Nach dem Absturz eines Ultraleichtflugzeugs ist die Ursache für die Tragödie weiter unklar. Experten untersuchen das Wrack. Die beiden toten Flieger sollen obduziert werden. Wer steuerte als Pilot das Fluggerät?

Nach dem Absturz des Ultraleichtflugzeugs im Kreis Hildesheim werden die Leichen der beiden getöteten Flieger obduziert. Es solle untersucht werden, ob möglicherweise Krankheiten, Drogen oder Alkohol für den Unfall mit verantwortlich sein könnten, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Die beiden 52 und 57 Jahre alten Männer waren im Besitz einer Flugerlaubnis. Wer von beiden zum Unglückszeitpunkt am Samstag der Pilot gewesen ist, war zunächst unklar. Der Jüngere habe seine Fluglizenz seit einem dreiviertel Jahr, der Ältere sei Fluglehrer gewesen. Das Flugzeug war in Hildesheim gestartet und bei Söhlde auf ein freies Feld gestürzt. Die Wrackteile wurden nach Angaben der Polizei geräumt und auf den Hof eines Flugplatzes gebracht. Dort untersuchen Experten des Bundesamtes für Flugunfalluntersuchung (BFU) seit Samstag die Trümmer.

Das Flugzeug hatte einem BFU-Sprecher zufolge ein Rettungssystem mit einem Fallschirm. Dieses müsse per Hand ausgelöst werden und reagiere in Notsituationen nicht automatisch. „Wir müssen nun versuchen zu klären, warum der Schirm nicht aufgegangen ist, oder ob das System überhaupt ausgelöst wurde.“ Mit einem Zwischenbericht möglicherweise auch mit ersten Ergebnissen rechnen die Experten in sechs bis zehn Wochen. Ein Abschlussbericht brauche wohl bis zu einem Jahr.

Der Grund für die Notlandung eines Sportflugzeugs am Samstag bei Stade war nach Polizeiangaben vermutlich ein vereister Vergaser. Der 55 Jahre alte Pilot musste das Flugzeug auf einer Wiese landen. Dabei gelang es ihm, die Cessna so zu Boden zu bringen, dass sie sich auf dem weichen Untergrund nicht überschlug und niemand zu Schaden kam.
dpa

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