Einkünfte seit 2013 verdoppelt

Nebeneinkünfte im Bundestag: So viel verdienen Abgeordnete – FDP und Union vorne

Bundestagsabgeordnete verdienen durch Nebentätigkeiten rund 53 Millionen Euro. Besonders viel landet auf den Konten von Abgeordneten der Union und der FDP.

Berlin – Die Nebeneinkünfte von Abgeordneten des Deutschen Bundestages haben sich einem Bericht zufolge in den vergangenen acht Jahren fast verdoppelt. Das Thema bleibt umstritten.

StadtBerlin
Fläche891,8 km²
Bevölkerung3,645 Millionen (2019)
BürgermeisterMichael Müller

Laut einer Studie der Otto-Brenner-Stiftung haben sich die Nebeneinkünfte der Abgeordneten seit 2013 von 30 Millionen auf 53 Millionen Euro in der aktuellen Legislaturperiode beinahe verdoppelt. Ein Drittel aller Abgeordneten gibt an, in dieser Legislaturperiode nebenbei etwas verdient zu haben.

Spitzeneinkünfte von Abgeordneten der Union und FDP

Grundlage für die Auswertungen der Studie sind die Stufenangaben von Abgeordneten an die Bundestagsverwaltung. 94 Prozent der Parlamentarier haben in der aktuellen Wahlperiode Einkommen bis 30.000 Euro angemeldet. In der oberen Liga geht es aber noch um ganz andere Summen: Neun Abgeordnete gehören zu den Top-Verdienern der Stufe zehn, die einmalige oder regelmäßige Einkünfte von 250.000 Euro pro Monat umfasst. Diese Spitzeneinkünfte erzielten fünf Abgeordnete der Union sowie zwei der FDP. Die Große Koalition hat sich vor allem nach der Maskenaffäre auf schärfere Transparenzregeln für Abgeordnete geeinigt.

Bundestagsabgeordnete verdienen nebenbei rund 53 Millionen Euro.

Abgeordnete mit Nebeneinkünften häufig Rechtsanwälte

Union und FDP treten in der Studie noch häufiger hervor. Politiker der Union erzielen durchschnittlich mit 54 Prozent mehr als die Hälfte aller Nebeneinkünfte von Parlamentariern. Auf Platz zwei folgt die FDP mit 18 Prozent, die Grünen bilden das Schlusslicht mit 0,48 Prozent. Union und FDP sind bereits seit Jahren Spitzenreiter bei solchen Erhebungen. Zudem zeigten sich einige Abgeordnete bei der Meldung von Nebeneinkünfte etwas vergesslich.

Im Vergleich mit der Sitzplatzverteilung wird deutlich, dass 62 Prozent der FDP-Abgeordneten und 43 Prozent der Union-Mandatsträger verdienen sich etwas dazu. Ausfällig ist, dass Abgeordnete, die besonders viele Einkünfte melden, häufig Rechtsanwälte sind. Auch fleißige Redner der FDP bessern ihre Einkünfte auf. Allein 74 der 115 gemeldeten Vorträge wurden von den gleichen drei Personen gehalten.

Nach Maskenaffäre: Bezahlte Vorträge verboten

Als Konsequenz der Maskenaffäre bei CDU und CSU sind zukünftig bezahlte Vorträge, die in einem Zusammenhang mit dem Mandat stehen, verboten. Alle monatlichen Einkünfte über 1000 Euro müssen genau angegeben werden. Die Otto-Brenner-Stiftung untersucht bereits seit 2009 die Nebeneinkünfte von Bundestagsmitgliedern. Eine genaue Kontrolle, ob die Angaben der Abgeordneten wirklich stimmen, fehlt jedoch bis heute. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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