Schäden halten sich in Grenzen

Situation im Norden entspannt sich nach Sturmtief „Burglind“

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Das Hochwasser des Flusses Ihme hat am Ihme-Zentrum in Hannover die Wege überflutet.

Hannover - Zwar zog Sturmtief „Burglind" zum Teil mit Windgeschwindigkeit von 112 Kilometern pro Stunde über Niedersachsen. Doch die Schäden halten sich nach erster Sichtung in Grenzen. Nun zieht das Tief ab.

Die Schäden durch Sturmtief „Burglind" halten sich in Niedersachsen und Bremen in Grenzen. Die extreme Wetterlage hatte in der Nacht zu Donnerstag zwar oft Polizei und Feuerwehr auf den Plan gerufen, doch Menschen wurden nur selten verletzt. 

Meist pumpten die Einsatzkräfte vollgelaufene Keller aus, verteilten Sandsäcke oder räumten abgebrochene Äste und Bäume sowie Dachziegel von den Straßen weg. Mehrere Menschen hatten Glück um Unglück: In Lingen-Bramsche im Kreis Emsland wurde ein 71-jähriger Mann verletzt, der auf einem Bauernhof von einer Scheunentür eingeklemmt wurde. 

Radfahrer vom Baumstamm knapp verfehlt

In Hannover verletzte eine umstürzende Kiefer einen Radfahrer. Der Mann sei am Mittwochabend auf einer Straße im Stadtteil Ricklingen auf dem Fahrrad unterwegs gewesen, als ihn der Baumstamm nur knapp verfehlte, teilte die Feuerwehr am Donnerstag mit. Der 52-Jährige wurde von mehreren Ästen getroffen und so von seinem Rad gerissen. Er verletzte sich leicht. 

In der Region Hannover rückte die Feuerwehr insgesamt zu 18 Sturmeinsätzen aus. In Bad Salzdetfurth im Landkreis Hildesheim mussten 200 Feuerwehrleute Keller auspumpen und Sandsäcke entlang der Gewässer verteilen. Zwei Bäche überspülten dort eine Ortsdurchfahrt. 

Die Polizeiwachen im Emsland und der Grafschaft Bentheim meldeten im Zuge des Sturmtiefes 33 Einsätze - darunter sieben Verkehrsunfälle. Dabei verletzte sich niemand. Auf der A31 bei Lathen erfasste am Mittwochnachmittag eine Windböe einen Lastwagen und kippte dessen Anhänger um. Der Anhänger war nicht beladen, ein Sachschaden entstand nicht. 

Keine Störungen im Bahnverkehr

Störungen im Zugverkehr blieben einem Sprecher der Deutschen Bahn zufolge aus. An Flughafen Hannover fielen am Mittwoch zwei Flüge, die aus Amsterdam und Zürich kommen sollten aus. Ob sie wegen des Sturms abgesagt wurden, sei nicht bekannt, sagte eine Sprecherin des Airports. Sonst sei alles reibungslos gelaufen. 

In Emden, Bremen und Cuxhaven brachten die Ausläufer von „Burglind" eine leichte Sturmflut, wie ein Sprecher des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie sagte. Der Fährverkehr zu den Ostfriesischen Inseln wurde aber wieder aufgenommen. 

Am Mittwoch hatte es vor allem an der Küste orkanartige Böen gegeben. Auf Spiekeroog wurde in der Spitze eine Windgeschwindigkeit von 112 Kilometern pro Stunde gemessen. Im Landkreis Schaumburg stürzte eine Windkraftanlage um. Menschen wurden bei dem Vorfall in Volksdorf nicht verletzt, berichtete die Polizei. - dpa

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