Mit wie vielen Menschen darf ich feiern?

Silvester in Niedersachsen: Diese Corona-Auflagen gelten bis Ende des Jahres

Bei den verschiedenen Coronavirus-Vorschriften den Überblick zu behalten, ist nicht leicht. Was ist bis zum Ende des Jahres erlaubt und was nicht?

  • Der Familienbesuch darf im Hotelzimmer untergebracht werden, touristische Übernachtungen bleiben verboten.
  • Ausgangssperre in der Grafschaft Bentheim mehrfach missachtet.
  • An Silvester gelten in Niedersachsen strenge Corona-Regeln.

Update vom 28. Dezember: In Niedersachsen darf - wie in den anderen Bundesländern - kein Feuerwerk verkauft werden. An manchen Orten darf aber unter Berücksichtigung der Regeln zu Silvester und Neujahr der Vorrat aus dem vergangenen Jahr gezündet werden. Auf belebten Plätzen, Wegen und Straßen ist jedoch sowohl das Abbrennen als auch das Mitführen von Feuerwerkskörpern verboten. Welche Orte das sind, legen die Landkreise und großen Städte selbst fest.

Update vom 27. Dezember: Im Kreis Grafschaft Bentheim hat die Polizei in der Nacht zum Sonntag 35 Verstöße gegen die geltenden Corona-Ausgangsbeschränkungen festgestellt und gegen die betreffenden Personen Verfahren eingeleitet. Erwischt wurden Autofahrer oder Spaziergänger, die ohne triftigen Grund auf den Straßen unterwegs waren, sagte eine Polizeisprecherin. Aufgrund hoher Corona-Zahlen dürfen Bewohner des Landkreises seit Mittwoch ihre Häuser und Grundstücke zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens nur noch aus beruflichen oder medizinischen Gründen verlassen. Lediglich an Heiligabend war die Ausgangssperre um eine Stunde verkürzt worden. In der Nacht zu Sonnabend hatte die Polizei im Kreisgebiet bereits 40 Verstöße gegen die Regelung gezählt. - epd

Update vom 22. Dezember 12.45 Uhr: Obwohl die Landkreise Cloppenburg und Vechta derzeit hohe Infektionsraten aufweisen, sind dort momentan keine Ausgangsbeschränkungen für die Bewohner geplant. Solange es weniger 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner pro Woche gebe, seien keine solchen Maßnahmen vorgesehen, sagte ein Sprecher des Landkreises Cloppenburg am Dienstag. In den vergangenen Tagen habe man allerdings verschärfte Allgemeinverfügungen erlassen und beispielsweise die Kontaktmöglichkeiten weiter eingeschränkt. 

Auch im Landkreis Vechta sehe man noch keinen Grund für eine Ausgangsbeschränkung. „Wir planen derzeit keine weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens“, sagte ein Sprecher des Landkreises. Solange sich alle Menschen an die in den vergangenen Tagen ebenfalls verschärften Vorgaben halten würden, werde man gut über die Feiertage kommen. Trotzdem behalte man weiterhin die Zahlen im Blick. Viele Bürgermeister hatten in den vergangenen Tagen in dem Landkreis an die Bürger appelliert, sich besonders in der Weihnachtszeit an die Regeln zu halten.

In der Grafschaft Bentheim wird ab Mittwochabend erstmals in Niedersachsen eine Ausgangsbeschränkung verhängt. Zwischen 21 und 5 Uhr dürfen die rund 140.000 Einwohner dann nicht mehr ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Die Regel soll vorerst bis zum 12. Januar gelten. 

Corona und Weihnachten: RKI sieht keine Trendwende

Update vom 22. Dezember 11 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) sieht auch nach einer Woche Lockdown keine Trendwende bei den Infektionen. „Zurzeit verschlechtert sich die Situation weiter“, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. „Es wird vermutlich noch mehrere Wochen dauern, bis die Fallzahlen zurückgehen.“ Es stünden schwere Wochen bevor. „Ich bitte Sie eindringlich, die Tage zwischen den Jahren in Ruhe und in kleinstem Familienkreis zu verbringen“, appelliert Lothar Wieler. Mit den verschärften Alltagsbeschränkungen seien die Infektionszahlen schneller herunterzubringen, wenn alle achtsam seien. Das Coronavirus komme in allen Altersgruppen vor. Lothar Wieler: „Wir befürchten, dass sich über die Feiertage das Infektionsgeschehen noch weiter anspannen könnte.“

Meldung vom 21. Dezember: Hannover - Ursprünglich wollten Bund und Länder den Menschen zum Jahresende eine Atempause von den Corona-Beschränkungen geben. Es gab die Aussicht auf Lockerungen an Weihnachten und Silvester. Doch der erneute Anstieg der Infektionen hat zu einem Umdenken geführt. In Niedersachsen gelten folgende Regeln.

Mit wie vielen Menschen darf ich Weihnachten feiern?

Eine feste Obergrenze bei der Personenzahl gibt es im Familienkreis nicht. Zusätzlich zum eigenen Haushalt dürfen vier Angehörige beziehungsweise deren Partner und Mitbewohner mitfeiern. Kinder, die jünger als 14 Jahre sind, dürfen in beliebiger Anzahl teilnehmen, da sie nicht mit eingerechnet werden.

Wie groß der erste Haushalt ist und aus wie vielen weiteren Haushalten die Gäste kommen, spielt dabei keine Rolle. Die Zahl der Gäste ist allerdings auf vier plus Kinder beschränkt. In der Praxis dürfte der zulässige Personenkreis damit überschaubar sein. Diese Regelung gilt nur vom 24. bis 26. Dezember.

Darf ich als Single statt der Familie auch Freunde einladen?

Das ist möglich, allerdings nur in dem Rahmen, der auch vor und nach Weihnachten gilt. Denn die Ausnahmeregelung für die Feiertage gilt ausdrücklich für Angehörige und deren Partner. Somit gilt: Freunde dürfen höchstens zu fünft feiern, und diese fünf müssen in höchstens zwei Haushalten leben.

Wann dürfen meine Weihnachtsgäste anreisen?

Die gelockerten Kontaktvorgaben für den Familienbesuch gelten ausschließlich an Heiligabend und den beiden Weihnachtsfeiertagen, also vom 24. bis 26. Dezember. Wer schon vorher mit mehr als fünf Personen oder mehr als zwei Haushalten zusammenkommt, verstößt also gegen die Corona-Verordnung. Dasselbe gilt, wenn der Besuch länger als bis zum 26. Dezember bleibt.

In Deutschland ist zur Eindämmung der Corona-Pandemie ein harter Lockdown in Kraft getreten, während auch dem Weihnachtsfest Beschränkungen auferlegt wurden.

Touristische Übernachtungen sind zwar weiterhin untersagt, aber in Niedersachsen ist das Hotelzimmer für den Weihnachtsbesuch erlaubt. Die Außer-Haus-Unterbringung des Familienbesuchs zu Weihnachten im Hotel erachtet die Landesregierung gerade bei kleineren Wohnungen als sinnvoll.

Muss ich zu Hause mit Besuch von der Polizei rechnen?

Nach Angaben der Landesregierung ist nicht zu erwarten, dass es während der Bescherung plötzlich an der Haustür klingelt. Das gilt natürlich nur solange, wie die Feierlichkeiten im Rahmen bleiben. Wenn unzählige Autos vor dem Haus stehen oder eine Ruhestörung gemeldet wird, darf die Polizei allerdings eingreifen und die Feier auflösen.

Mit wie vielen Gästen darf ich Silvester feiern?

Die ursprünglich geplante Ausnahmeregelung zum Jahreswechsel hat die Politik angesichts der wieder zunehmenden Zahl an Corona-Infektionen gekippt. Das heißt, es gilt die Kontaktbeschränkung auf höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten - auch beim Anstoßen draußen mit den Nachbarn. Zusätzlich wurde sogar ein An- und Versammlungsverbot für die Silvesternacht erlassen.

Darf ich das neue Jahr mit Raketen und Böllern einläuten?

Nach derzeitigem Stand ist es vielerorts erlaubt, denn das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat das generelle Feuerwerksverbot am 18. Dezember vorläufig außer Vollzug gesetzt. Ursprünglich hatte Niedersachsen auch das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern verboten. Damit ging das Land weiter als der Bund-Länder-Beschluss, in dem vom Böllern lediglich „dringend abgeraten“ wurde. Nur Wunderkerzen sollten erlaubt sein.

An Silvester und Neujahr gilt in der Öffentlichkeit ein Ansammlungsverbot und es wird keine öffentlichen Feuerwerke geben.

Nach dem vom Oberverwaltungsgericht gekippten Feuerwerksverbot in Niedersachsen hat die Landesregierung eine neue Regelung mit örtlichen Verboten aufgelegt. Auf belebten Straßen, Wegen und Plätzen ist nach der kurz vor Weihnachten in Kraft getretenen Regelung das Abbrennen von Feuerwerk und auch das Mitführen von Böllern und Raketen verboten. Die Landkreise und großen Städte müssen die entsprechenden Bereiche in Allgemeinverfügungen festlegen. Das neue Feuerwerksverbot betrifft die zum Jahreswechsel verkauften Knaller und Raketen, nicht aber die das ganze Jahr über erhältlichen Knallerbsen, Wunderkerzen und Ähnliches. (Mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © Robert Michael / picture alliance / dpa

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