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Wassermassen überfluten Siedlung in Niedersachsen

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Von: Fabian Raddatz

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Überflutete Häuser
Manche Häuser stehen zentimetertief unter Wasser. © Kreisfeuerwehr Aurich

Nach einer heftigen Sturm-Serie, die die vergangenen Tage in Niedersachsen wütete, haben Wassermassen eine Siedlung in Niedersachsen geflutet.

Südbrookmerland – Land unter im Landkreis Aurich in Niedersachsen: In Südbrookmerland wurde eine ganze Siedlung überflutet. Nach Orkanböen und Sturmfluten an der Küste durch „Ylenia“ und „Zeynep“, bringt Sturm „Antonia“ nun Überschwemmungen mit sich. „Der Boden ist extrem gesättigt“, warnte ein Wetter-Experte bereits im Vorfeld. Die Wassermassen durch den Dauerregen der vergangenen Tage würden nicht absickern können.

So geschehen nun im Landkreis Aurich: Dort lief das überschüssige Regenwasser bislang ins „Große Meer“, ein natürlich entstandener See zwischen Emden und Aurich. Doch der hatte jetzt sein Fassungsvermögen erreicht. Die Folge: Das Wasser staute sich zurück, ging über die Ufer und strömte direkt in eine Siedlung in Südbrookmerland. Hier stehen vor allem Ferienhäuser, manche von ihnen wurden nun überflutet.

Wassermassen überfluten Siedlung in Niedersachsen: „Die Situation ist sehr angespannt“

Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) kämpfen seit Montagnachmittag, 21. Februar 2022, gegen die Fluten, befüllen pausenlos Sandsäcke und versuchen das Wasser wieder zurück in sein eigentliches Bett zu pumpen.

Überflutete Häuser
Einsatzkräfte der Feuerwehr kämpfen mit Sandsäcken gegen die Fluten. © Kreisfeuerwehr Aurich

Doch der Pegel steigt kontinuierlich weiter. Auch am Montagabend wurden weitere Kräfte angefordert, die mit Großpumpen unterstützen sollen. Mittlerweile sind Helfer aus dem gesamten Landkreis Aurich im Einsatz. Auch wurden zwischenzeitlich weitere 15.000 Sandsäcke angefordert. Ein THW-Sprecher sagte am Abend: „Die Situation ist sehr angespannt.“ Das Ausmaß der Schäden sei noch nicht abzusehen.

Die großen Schöpfwerke an der Knock in Emden und in Greetsiel in der Krummhörn liefen auf Hochtouren, um Wassermassen aus dem Binnenland in die Nordsee abzuführen, sagte Westerbur und verwies auf die Arbeit der Entwässerungsverbände an der Küste. Der anhaltende Regen in Folge der Winterstürme der vergangenen Tage hatte viele Gräben und Flüsse in Niedersachsen anschwellen lassen.

An einigen Flusspegeln wurde nach Angaben des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die Warnstufe 2 überschritten, an der Leine teils sogar Warnstufe 3. Das Hochwasser könnte dort über die Ufer treten und angrenzende Felder und Äcker überspülen, hieß es. (Mit dpa-Material) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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