Sieben Jahre Haft wegen versuchter Hausexplosion gefordert

Hannover - Für den Versuch, ein Mietshaus in Hannover in die Luft zu sprengen, soll ein 55-Jähriger für sieben Jahre ins Gefängnis. Das forderte die Staatsanwaltschaft am Freitag vor dem Landgericht Hannover.

Der Mann ist wegen versuchten Mordes angeklagt. Sein Motiv war der Anklage zufolge Wut über seine fristlose Kündigung. Die Verteidigung plädierte für eine Haftstrafe von höchstens fünf Jahren wegen Vollrausches, wie ein Gerichtssprecher sagte. Außerdem solle der Haftbefehl aufgehoben werden.

Der mutmaßliche Brandstifter war bereits vor knapp einem Jahr zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Weil der Bundesgerichtshof das Urteil kassierte, steht der Mann erneut vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, im Dezember 2013 ein Feuer im Keller des Hauses gelegt und daneben eine Gasflasche gestellt zu haben. Die von einem Nachbarn alarmierte Feuerwehr konnte die Explosion in letzter Sekunde verhindern. Zur Tatzeit hielten sich 13 Bewohner im Haus auf. Das Urteil wird für Montag erwartet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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