Forderung von Verkehrsexperten

Senioren sollen zum Führerschein-TÜV: „Gefahr für den Verkehr“

Immer wieder geraten Senioren beim Thema Autofahren in die Kritik. Verkehrsexperten sprechen sich daher für einen verpflichtenden Führerschein-TÜV aus.

Bremen – Alle zwei Jahre müssen Autos zum TÜV. Die Fahrer in Deutschland werden dagegen nur einmal geprüft, wenn sie den Führerschein machen. Immer wieder geraten Unfälle, die von Senioren verursacht wurden, in die Medien. So auch ein Unfall in Schleswig-Holstein. Hier fuhr eine Rentnerin mit Vollgas in den Supermarkt*. Verkehrswissenschaftler fordern deshalb verpflichtende Tauglichkeitstests für Senioren am Steuer. Viele ältere Fahrer fühlen sich diskriminiert.

NameAllgemeine Deutsche Automobil-Club e. V. (ADAC)
Mitglieder21,2 Mio. (Ende 2020)
Gründung24. Mai 1903, Stuttgart
SitzMünchen

Führerschein-TÜV? Senioren laut ADAC keine Problemgruppe im Straßenverkehr

Der ADAC stellt auf seiner Webseite klar: Ältere Menschen stellen derzeit keineswegs eine Problemgruppe im Straßenverkehr dar. Im Gegenteil: Senioren sind laut Statistischem Bundesamt nach wie vor nicht so häufig an Unfällen mit Personenschäden beteiligt wie andere Altersgruppen.

Jedoch sind die über 75-Jährigen bei Unfällen besonders gefährdet, denn aufgrund nachlassender körperlicher Widerstandskraft sind die Folgen mit zunehmendem Alter gravierender. Auch das Seh- und Reaktionsvermögen nimmt im Alter bekanntlich ab. Wäre es daher nicht sinnvoll einen Test einzuführen, der die älteren Fahrer auf Tauglichkeit prüft?!

Senioren im Straßenverkehr: ADAC stellt Führerschein-TÜV vor

Im Landkreis Diepholz gibt es das „Fit im Auto“-Programm*, dass sich an Senioren und Fahranfänger richtet. Der ADAC hat mit dem „Fahr-Fitness-Check“ ein landesweites Schulungsprogramm ins Leben gerufen. Diese Fahrprobe richtet sich an ältere, noch regelmäßig Auto fahrende Personen. Sie findet im eigenen Auto mit einem speziell qualifizieren Fahrlehrer statt. Der Check ist freiwillig.

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Senioren im Straßenverkehr: Altersstarrsinn sorgt für Streit in der Familie

Ziel ist es Verbesserungspotential zu finden und über konkrete Hilfestellungen zu sprechen. Der Fahr-Fitness-Check kostet ab 59 Euro für Mitglieder und ab 79 Euro für Nichtmitglieder. Nach Angaben des ADACs bestehe kein Grund, spezielle Regelungen für ältere Führerschein-Besitzer einzuführen.

Viele Senioren sträuben sich auch nach wie vor gegen solche Angebote. Dies führt oft zu Streit und Diskussionen innerhalb der Familie. Kinder und Enkel merken es, wenn Eltern oder Großeltern körperlich oder psychisch abbauen. Vor allem Enkel, die gerade selbst den Führerschein bekommen haben, haben einen Blick für das Fahrverhalten anderer. Die Senioren selbst können dies weniger akzeptieren, der Altersstarrsinn sorgt dafür, dass sie so lange wie möglich mobil bleiben wollen.

Straßenverkehr: Verpflichtende Führerschein-TÜV-Teilnahme für Senioren nicht in Sicht

Auch der Gesetzgeber sieht dies ähnlich. Eine verpflichtende Teilnahme an einer Schulung oder ein Führerschein-TÜV ist wohl nicht in Sicht. Und das, obwohl weniger Autos auch weniger CO2-Emissionen bedeutet. In Lübeck gab es einen Modellversuch, bei dem Autofahrer ihren Führerschein gegen eine Fahrkarte tauschen konnten.

Senioren im Straßenverkehr: Der ADAC stellt einen Führerschein-TÜV vor, der ältere Menschen unterstützen soll.

Im Landkreis Oldenburg können ältere Menschen ihren Führerschein ebenfalls gegen eine Bus-Jahreskarte* eintauschen. Im Zuge der Bundestagswahl 2021* hatten die Grünen gefordert, das Diesel-Auto mit dem Lastenrad zu ersetzen. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Norbert Försterling/Alexander Körner/dpa

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