Verfahren in Cloppenburg

Selbstjustiz: Ehemann nimmt sich Stalker seiner Frau vor – und wird verurteilt

Er wollte seine Familie schützen – und wurde am Ende selbst bestraft. Ein 40-jähriger Familienvater aus Friesoythe (Landkreis Cloppenburg) nahm sich den Stalker seiner Ehefrau vor.

Friesoythe/Cloppenburg - Plötzlich tauchte er im vergangenen Jahr auf. Ein Fremder, der die Ehefrau des 40-Jährigen begehrte. Der Mann soll sich sogar in sie verliebt haben, berichtet die NWZ. Doch die Frau wollte nichts mit ihm zu tun haben, was sie ihm auch zu verstehen gab. Doch der Fremde konnte nicht verstehen, dass seine Liebe nicht erwidert wurde. Also stalkte er die Frau pausenlos , schickte ihr häufig Blumen und lauerte ihr sogar am Arbeitsplatz auf.

StadtFriesoythe
Landkreis Cloppenburg
BürgermeisterSven Stratmann (SPD)
Postleitzahl26169

Bei der Familie aus Friesoythe entstand Angst, erklärte der Familienvater. Er sei in Sorge gewesen, dass der Stalker nach Hause kommt, wo auch die Kinder leben. Und so sei der 40-Jährige auf die Idee gekommen, den Fremden persönlich zu besuchen, um mit ihm zu „reden“.

Ein 40-jähriger Familienvater aus Friesoythe nahm sich den Stalker seiner Ehefrau vor. (Symbolbild)

Selbstjustiz in Friesoythe: Familienvater „besucht“ Stalker mit Besenstiel

Allerdings nahm der Familienvater zu diesem Besuch einen Besenstiel mit, den er vorerst noch hinter seinem Rücken versteckt hielt. Dann klingelte de 40-Jährige bei dem Stalker. Der Fremde öffnete die Tür und versuchte direkt, sie von innen wieder zuzudrücken. Das gelang ihm aber nicht, weil der 40-Jährige das Zudrücken mit dem Besenstiel unmöglich machte. Bei dem Gerangel um die Tür krachte der Besenstiel gegen eine Fensterscheibe. Sie zerbrach; Glassplitter flogen dem Stalker ins Gesicht.

Die Selbstjustiz hatte nun Folgen. Wegen Sachbeschädigung und fahrlässiger Körperverletzung hat das Cloppenburger Amtsgericht den Familienvater zu einer Geldstrafe von 700  Euro verurteilt.

Gericht verurteilt Selbstjustiz: Mann hätte Polizei anrufen müssen

Er habe den Mann nur zur Rede stellen wollen, damit dieser seine Ehefrau und seine Familie in Ruhe lasse, erklärte der Angeklagte vor Gericht. Die Vorsitzende Richterin aber mahnte, der Familienvater hätte die Polizei anrufen müssen. Eine Art Selbstjustiz werde nicht geduldet, so die Richterin zum Angeklagten.

Nach dem Vorfall war dem Stalker per Gesetz verboten worden, sich der Ehefrau noch einmal zu nähern. Der Mann hatte die Frau dann auch in Ruhe gelassen.

Rubriklistenbild: © imago stock&people

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