Minister Glawe würdigt Wirken

Tausende beim Tag der Seenotretter

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Am Tag der Seenotretter an Nord- und Ostsee, stellt die DGzRS ihre Arbeit der Öffentlichkeit vor.

Zingst  - Mit Strandpartys und Vorführungen von Borkum bis Ueckermünde hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Sonntag mit Tausenden von Gästen ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert.

Bei den Veranstaltungen zum traditionellen Tag der Seenotretter seien insgesamt 22 000 Besucher gezählt worden, sagte DGzRS-Sprecherin Antke Reemts. Die Sorge, dass Sturmtief „Zeljko“ die Rettungskräfte in besonderer Weise beanspruchen würde, erwies sich als unbegründet. „Der Sturm war nicht so schlimm. Es gab nur einige Routineeinsätze. Allerdings fielen die Rettungsvorführungen in Zingst wegen des auflandigen Windes etwas kleiner aus als angekündigt“, sagte Reemts.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) würdigte den selbstlosen Einsatz der Seenotretter und hob deren Bedeutung auch für den Tourismus hervor. Das Zusammenspiel der Rettungskräfte am und auf dem Wasser mache die Küsten und Seegebiete für Urlauber und Einheimische sicherer. „Das Engagement vor Ort ist eine großartige Leistung“, betonte Glawe bei der Festveranstaltung zum DGzRS-Jubiläum in Zingst.

An vielen ihrer 54 Stationen an Nord- und Ostsee informierte die Gesellschaft den ganzen Tag lang über die oft gefahrvolle Arbeit der Seenotretter. Nur einige Einrichtungen auf ostfriesischen Inseln hätten wegen Niedrigwassers nicht an den Aktionen teilnehmen können, sagte Reemts.

In der DGzRS sind bundesweit etwa 180 fest angestellte und 800 freiwillige Seenotretter rund um die Uhr im Einsatz und in Bereitschaft. Die Gesellschaft verfügt nach eigenen Angaben über eine Flotte von 60 Kreuzern und Rettungsbooten, die am Sonntag zum Großteil für Besucher offen standen. Dazu gehörte auch die „Theo Fischer“ in Warnemünde.

Nach Angaben der DGzRS wurden 2014 in Nord- und Ostsee 55 Menschen aus akuter Seenot gerettet und 713 Personen vor drohenden Gefahren in Sicherheit gebracht. Die Bilanz weist knapp 2200 Einsätze aus, durchschnittlich rückten die Helfer sechsmal pro Tag aus.

Nach Überzeugung Glawes wäre der touristische Erfolg Mecklenburg-Vorpommerns ohne das Engagement der Seenotretter kaum denkbar. „Ihre tatsächlich geleistete Arbeit bleibt oft im Verborgenen, sie helfen Katastrophen zu verhindern“, sagte Glawe. Vor 25 Jahren sei die Gesellschaft mit dem Ende der deutsche Teilung auch wieder zu ihren angestammten Stationen zwischen Poel und Ueckermünde zurückgekehrt und habe den Rettungsdienst dort wieder übernommen.

An der Küste Mecklenburg-Vorpommerns gebe es 17 Stationen mit insgesamt 14 Seenotrettungsbooten und vier Seenotkreuzern. 2014 habe es 512 Einsatzfahrten gegeben, bei denen 16 Menschen aus Seenot gerettet und weitere 265 aus Gefahrensituationen befreit worden seien, teilte Glawe mit.

Die DGzRS finanziert sich ausschließlich über Spenden. Wie Reemts sagte, dient der alljährliche Tag der Seenotretter auch dazu, neue Spender zu werben. Im Vorjahr habe es Einnahmen von insgesamt rund 36 Millionen Euro gegeben.

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