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Seenotretter eilen beschädigtem Boot vor Wangerooge zur Hilfe

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Von: Felix Busjaeger

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Seenotretter
Ein Schiff Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (Symbolbild). © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Wegen eines Schadens musste eine Motorjacht von Seenotrettern auf der Nordsee gesichert werden. Das Boot war vor Wangerooge manövrierunfähig und trieb in den Wellen.

Hooksiel – Wie schnell es auf der Nordsee zu einer brenzligen Situation kommen kann, mussten zwei Wassersportler am Montagnachmittag am eigenen Leib erfahren. Nordöstlich der Insel Wangerooge vor Niedersachsen waren sie in Seenot geraten. Wie aus einer Mitteilung der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hervorgeht, überführten der Mann und die Frau gerade ein Boot aus der Ostsee nach Bremerhaven, als ihre Motorjacht einen Maschinenschaden und Wassereinbruch erlitt.

Bei Windstärke sechs und bis zu zwei Meter hohen Wellen entstand schnell eine gefährliche Situation.

Havarie vor Wangerooge: Anker schlägt Loch in Rumpf von Motorjacht

Den Informationen nach hatten die Havaristen zunächst per Funk ein Maschinenproblem gemeldet. Daraufhin rückte der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ zu dem manövrierunfähige Boot aus, das in der Nähe von Schifffahrtswegen trieb. Noch während die Seenotretter Kurs aufnahmen, verschlechterte sich die Lage allerdings zunehmend: Der Anker am Bug des Bootes hatte sich gelöst und ein Loch in den Rumpf unterhalb der Wasserlinie geschlagen.

Leck geschlagenes Boot vor Wangerooge: Besatzung befördert Wasser mit Eimern über Bord

Das Boot lief voller Wasser. Die Wassersportler bemühten sich daraufhin, mit Eimern das Wasser über Bord zu befördern, um das Boot schwimmfähig zu halten. Laut Seenotretter trafen sie gerade rechtzeitig beim havarierten Boot ein und konnten der zweiköpfigen Besatzung eine leistungsstarke Lenzpumpe übergeben, um das Wasser weiter aus dem Rumpf der Motorjacht zu pumpen. Die „Bernhard Gruben“ nahm die Motorjacht an den Haken und schleppte sie zunächst bis zur Insel Minsener Oog, wo der Seegang ruhiger war. 

Während der gesamten Überfahrt nach Hooksiel, wo das Gespann schließlich gegen 20 Uhr eintraf, musste die Pumpe arbeiten, um zu verhindern, dass das Boot nicht mehr schwimmfähig war. Die Motorjacht wurde anschließend in eine Werft geschleppt.

Seenotretter sichern Boot vor Wangerooge: weitere Blaulichtmeldungen aus Niedersachsen und Bremen

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