Linke greifen Beamte in Göttingen an

Sechs Polizisten bei Ausschreitungen verletzt

Göttingen - Am Rande einer Kundgebung des "Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen" sind in Göttingen sechs Polizisten verletzt worden.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden die Beamten am Sonntagabend von linken Gegendemonstranten angegriffen. Aus der Menge seien Flaschen, Obst und Gemüse geworfen worden. Als Polizisten versuchten, einen mutmaßlichen Gewalttäter festzunehmen, wurden sie mit Schlägen und Tritten attackiert.

Die Beamten setzten Schlagstöcke und Reizgas ein. Sie nahmen etwa ein Dutzend Menschen vorübergehend in Gewahrsam, um deren Personalien festzustellen. Zu möglicherweise verletzten Demonstranten konnte eine Polizeisprecherin keine Angaben machen. Die Grünen bezeichneten den Polizeieinsatz als "überzogen".

Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Vermummungsverbot ein. Die Zahl der Verfahren werde sich in den kommenden Tagen voraussichtlich noch erhöhen, wenn das Videomaterial ausgewertet sei, sagte die Sprecherin. Am Vorabend der Demonstration hatte die Polizei am Veranstaltungsplatz ein mit Steinen gefülltes Wurfgeschoss-Depot entdeckt.

Der fremden- und ausländerfeindliche "Freundeskreis" hält seit einigen Monaten in unregelmäßigen Abständen in der Region mit jeweils wenigen Dutzend Teilnehmern sogenannte Mahnwachen ab. An Gegenveranstaltungen nehmen regelmäßig deutlich mehr Menschen teil. In Göttingen wurde die Zahl der Demonstranten auf 500 bis 600 geschätzt.

dpa

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