Donner, Hagel, Blitz und Regen

Schwere Gewitterfront über Niedersachsen: Warnung vor Überschwemmungen

In den kommenden Tagen wird das Wetter in Niedersachsen chaotisch. Blitz und Donner ziehen über das Land. Wo entstehen die stärksten Gewitter?

Hannover - Das Wetterhoch mit Hochsommer-Charakter findet langsam ein Ende. In den kommenden Tagen drohen Norddeutschland starke Gewitter, überflutete Straßen und vollgelaufene Keller.

„Auch Unwetter mit großen Regenmengen von mehr als 30 Litern pro Quadratmeter in sehr kurzer Zeit, kleinem Hagel und Sturmböen sind örtlich möglich“, so Meteorologe Björn Goldhausen. Ursache für die erste größere Gewitterlage des Jahres ist schwülwarme Luft, die aus Südwesteuropa nach Niedersachsen gelangt.

In Niedersachsen ist in den kommenden Tagen mit schweren Gewittern zu rechnen.

Wo die stärksten Gewitter entstehen werden, lasse sich laut Goldhausen schwer sagen. Jedoch warnt der Wetter-Experte vor Überschwemmungen. Der Grund dafür liege darin, dass Gewitterwolken nur sehr langsam ziehen oder teilweise sogar stehenbleiben.

Dadurch ist Starkregen mancherorts möglich. Doch viele Gebiete bleiben vom Unwetter verschont: „Die Entwicklung hängt maßgeblich davon ab, wie viel Energie den Gewittern wirklich zur Verfügung steht“, so Goldhausen. Das könne sich schnell ändern und sei deshalb schwer vorherzusagen.

Gewitter vergleichbar mit Kochtopf

Die Entwicklung einer gewittrigen Wetterlage sei mit einem Topf Wasser vergleichbar, den man auf die Herdplatte stellt. Goldhausen: „Wir alle wissen, dass irgendwann Blasen aufsteigen werden, wenn das Wasser zu kochen beginnt. Wo hingegen im Topf genau eine Blase entsteht, das lässt sich nicht vorhersagen.

Erst wenn sich diese am Boden des Topfes gebildet hat, so kann man sagen, wo diese Blase die Wasseroberfläche im Kochtopf erreichen wird. Genauso ist es mit den Gewittern. Wir Meteorologen wissen im Voraus sehr genau, wo das Potenzial für Gewitter vorhanden ist. Ihre konkreten Koordinaten hingegen können wir im Voraus nicht benennen.“ 

Ein Temperatursturz ist jedoch nicht in Sicht. Die Tiefsttemperatur am Freitag in Niedersachsen liegen bei rund 16 Grad. Tagsüber wird es bis zu 28 Grad. Diese hohen Temperaturen halten sich bis in die nächste Woche hinein. Dennoch wird das Geschehen vielerorts weiterhin von Unwettern und schweren Regen beeinflusst. Auch in anderen Bundesländern, wie etwa in Nordrhein-Westfalen, werden am Wochenende heftige Gewitter* mit Starkregen erwartet. * Kreiszeitung.de und wa.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Sven Koopmann/Photoka

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