Til Schweiger will bei Bau von Schule in Osnabrück helfen

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Til Schweiger.

Berlin - Der Filmemacher Til Schweiger (51) hält an den Plänen für ein Flüchtlingsheim in Niedersachsen fest. "Wir geben diesen Traum nicht auf“, sagte Schweiger am Donnerstag in Berlin. Da das Projekt in einer Kaserne im Harz stockt, will sich Schweiger nun in Osnabrück engagieren. Dort will er helfen, ein Gebäude zu einer Schule umzubauen, wie er erzählte.

In dem ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus, wo Schweiger seine Pläne verwirklichen will, leben derzeit rund 450 Flüchtlinge vor allem vom Balkan, aus dem Irak, Syrien und Afrika. „Wir haben viele Familien und Kinder, aber auch Alleinreisende“, sagte der Geschäftsführer des Diakoniewerks Osnabrück, Gerhard Töller, das Träger der Einrichtung ist.

Mit der Stiftung von Til Schweiger steht das Diakoniewerk in regem Kontakt. „Es gibt einen Ideenaustausch mit der Stiftung, wir wünschen uns Unterstützung für den Spracherwerb“, sagte Töller. Die Kinder und Jugendlichen sollten schnell Deutsch lernen, es werde derzeit nach geeigneten Räumlichkeiten für den Unterricht auf dem Klinikgelände gesucht.

Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU) hatte Til Schweiger ins Rathaus eingeladen. „Bislang war Herr Schweiger noch nicht da, aber wir freuen uns, wenn er nachOsnabrück kommt“, sagte Stadtsprecher Sven Jürgensen. „Dass Schweiger für seine Initiative die Friedensstadt ausgewählt hat, bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben im vergangenen Jahr die Einrichtung der Landesaufnahmestelle schnell und gut vorbereitet“, sagte Griesert. Das Haus soll außerdem für 4,5 Millionen Euro renoviert werden.

Innenminister Boris Pistorius (SPD)sagte:„Das ist eine großartige Initiative von TilSchweiger und seinen Mitstreitern, er hält Wort.“, Pistorius sagte, er sei überzeugt, dass Schweigers Initiative Signalwirkung haben könne. „Es ist so leicht: man kann Menschen zusammenbringe, man kann Leute erreichen als Schauspieler, als Filmemacher, die wir als Politiker sonst gar nicht erreichen.“

Die Kaserne im Harz dürfte kaum vor Jahresende zur Verfügung stehen. „Im Augenblick sieht es eher so aus, als wenn das nicht der Fall wäre - was aber schlicht daran liegt, dass der Eigentümer Vorstellungen hat vom Kaufpreis, denen wir mit Sicherheit nicht folgen werden.“ Zudem gebe es ungeklärte Fragen zu Schadstoffbelastungen in mehreren Gebäuden. Daher werde parallel nach anderen Einrichtungen gesucht.

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