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Schulausfall in Niedersachsen: Orkan-Alarm – Landkreise reagieren auf Sturm

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Von: Johannes Nuß, Mark Stoffers

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Nur hinter wenigen Fenstern der Paulus-Schule Oldenburg brennt am frühen Morgen Licht.
Auch der Unterricht an der Paulus-Schule in Oldenburg könnte am Donnerstag ausfallen. (Archivbild) © Paulus-Schule Oldenburg/dpa

Es wird ungemütlich über Niedersachsen: Orkan-Alarm herrscht in der Nacht zu Donnerstag in Norddeutschland. Viele Landkreise reagieren mit Schulausfall.

Update vom 17. Februar 2022, 6:40 Uhr: Die Deutsche Bahn teilte am frühen Morgen bereits auf Twitter mit, dass in Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, NRW, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Niedersachsen keine Züge des Fernverkehrs fahren. Diese Entscheidung könne auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr in weiteren Bundesländern haben. Zudem warnt die Deutsche Bahn via Social Media: „Von Reisen mit der Bahn bitte absehen.“

Zugausfall in Norddeutschland: Auch metronom, enno und erixx von Sperrungen der Strecken betroffen

Aus Sicherheitsgründen hat die DB Netz AG Strecken in großen Teilen Norddeutschlands für den Zugverkehr gesperrt. Bis auf Weiteres fallen alle Züge von metronom, enno und erixx aus.

Orkan-Alarm in Niedersachsen: Deutsche Bahn stellt Fernverkehr ein – diese Strecken sind betroffen

Der Bahnverkehr ist folgenden Strecken bis auf Weiteres eingestellt. Aktuell werden Streckenerkundungsfahrten vorbereitet. Wir gehen aktuell davon aus, dass diese bis mindestens 10:00 Uhr andauern werden. Eine teilweise Wiederaufnahme des Verkehres ist nicht vor 10:00 Uhr zu erwarten. Auch im weiteren Tagesverlauf wird es zu Einschränkungen kommen.

Betroffen sind die folgenden Strecken von Start Niedersachsen Mitte:

RB 37 (Bremen – Soltau – Uelzen)

RB 38 (Hamburg Harburg – Buchholz i. d. Nordheide – Soltau – Hannover)

RB 77 (Bünde/Herford – Löhne – Hameln – Hildesheim)

RB 79 (Hildesheim – Bodenburg)

Erstmelduung vom 16. Februar 2022 um 17:34: Hannover/Bremen – Sturmtief Xandra hat Niedersachsen, Bremen und den Rest von Norddeutschland seit Mittwochnachmittag fest im Würgegriff und Orkan-Alarm ausgelöst. Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde werden erwartet. Inzwischen braut sich schon der zweite Orkan zusammen, der bis zum Wochenende auf Norddeutschland treffen wird. Wer nicht unbedingt das Haus verlassen muss, dem raten die Behörden dringend, in den kommenden Tagen nur für wirklich notwendige Dinge vor die Haustüre zu treten. Denn laut Wetterdienst bleibt es bis zum Wochenende stürmisch und gefährlich.

Schulausfall in Niedersachsen: Schulen im Land dürfen aufgrund von Orkan-Alarm am Donnerstag schließen

Auch die Schulen wurden am Mittwochnachmittag durch das Kultusministerium in Niedersachsen zur besonderen Wachsamkeit aufgerufen. Sollte die Wetterlage es am Donnerstagmorgen erforderlich machen, könnte der Unterricht an den Schulen im Land ausfallen.

„Die jeweiligen Landkreise sind für die Schülerbeförderung zuständig und treffen in der Regel erst am frühen Morgen des jeweiligen Schultages die Entscheidung, ob Unterricht stattfinden kann oder nicht“, heißt es aus dem Kultusministerium in Hannover. Genaue Informationen würden dann umgehend über die bekannten regionalen Rundfunksender zusammen mit den Verkehrshinweisen nach den Nachrichten bekannt gegeben. Manche Landkreise stellen diese Hinweise auf ihrer Homepage ein oder bieten einen Service per SMS-Benachrichtigung.

Eine weitere Informationsquelle bietet das Internet: Die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen informiert aktuell und zuverlässig unter der Adresse www.vmz-niedersachsen.de. Wenn die Sicherheit der Schülerbeförderung nicht mehr gewährleistet ist, wird stets auch der Unterrichtsausfall angeordnet. Damit soll verhindert werden, dass Schülerinnen und Schüler trotz vorliegender Gefahrensituationen selbständig oder mit den Eltern versuchen, die Schule zu erreichen.

Orkan-Alarm in Niedersachsen: Einige Landkreise reagieren mit Schulausfall bereits auf das Sturmtief Vera

Unter anderem in den Landkreisen Osnabrück, Goslar und Holzminden steht laut NDR in einigen niedersächsischen Landkreisen der Schulausfall aufgrund des Orkan-Alarms bereits fest. Auch in Emden wird am Donnerstag kein Unterricht stattfinden, teilte Stadtsprecherin Theda Eilers am späten Donnerstagnachmittag mit. Eine Betreuung für Kinder und Jugendliche in den Schulen werde aber sichergestellt, versicherten Stadt und Landkreis Osnabrück. Gleichzeitig rufen die Behörden alle Eltern dazu auf, ihre Kinder möglichst zu Hause zu lassen. Damit werden Erinnerungen an das Blitzeis im vergangenen Jahr wach, als Landkreise in Niedersachsen ebenfalls mit Schulausfall reagierten.

Zweites Sturmtief: Nach Orkan-Alarm folgt auf „Vera“ von Freitag und Samstag „Zeynep“ – Nord wohl stark betroffen

Während am frühen Donnerstagmorgen der Sturm zunächst leicht abflachen soll, nehmen die Windgeschwindigkeiten am Vormittag in Norddeutschland wieder Fahrt auf zu. Die Wetterlage habe ein „erhebliches Schadenspotenzial“, weil sie so lange andauere, hieß es vonseiten des DWD. Sturmtief „Ylenia“ wird laut der Meteorologen mit „Zeynep“* ein zweites folgen: Sein Verlauf sei noch schwer vorhersehbar, weil es sich um einen sogenannten Schnellläufer handele.

Bahnverkehr: metronom, enno und erixx stellen aufgrund des Orkan-Alarms den Betrieb der Regionalzüge Donnerstagnacht schrittweise ein

Der Norden wird wahrscheinlich am stärksten betroffen sein. Den Wetter-Experten zufolge ist das Potenzial wohl größer als beim ersten Sturmtief. Die Deutsche Bahn bereitet sich bereits auf mögliche Zugausfälle und Verspätungen am Donnerstag vor. Die Betreiber von metronom, enno und erixx haben angekündigt, den Betrieb ihrer Regionalzüge in der Nacht auf Donnerstag schrittweise bis auf Weiteres einzustellen.

Orkan über Niedersachsen: Auch Bremen lässt am Donnerstag den Unterricht ausfallen

Grundsätzlich gilt, dass Eltern, die eine unzumutbare Gefährdung ihrer Kinder auf dem Schulweg durch extreme Witterungsverhältnisse befürchten, ihre Kinder auch dann zu Hause behalten oder vorzeitig vom Unterricht abholen können, wenn kein genereller Unterrichtsausfall angeordnet worden ist. Wichtig: Trotz Unterrichtsausfall gewährleisten alle Schulen Betreuung für Schülerinnen und Schüler, die nicht zu Hause bleiben können und deswegen zur Schule kommen.

Während in Hamburg aufgrund des Orkans noch nicht klar ist, ob es zu einem Schulausfall* kommen wird, werden im Land Bremen die Schulen auf jeden Fall geschlossen bleiben, wie Bildungsressort-Sprecherin Maike Wiedwald gegenüber kreiszeitung.de bestätigte. Die Schulen würden in den Distanzunterricht wechseln, eine Betreuung in der Einrichtung sei aber in jedem Falle gewährt. Schulbusse werden allerdings nicht fahren. Als Erstes war am Mittwochvormittag NRW vorgeprescht und hatte mitgeteilt, am Donnerstag im ganzen Land den Unterricht ausfallen* zu lassen. *‘ kreiszeitung.de, wa.de und merkur.de sind Angebot von IPPEN.MEDIA.

+++ Der Text wurde am 15. Februar 2022 gegen 21:25 Uhr aktualisiert. +++

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