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Schul-Start: Das sind die Corona-Regeln in Niedersachsen und Bremen

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Von: Fabian Raddatz

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Eine Schülerin der vierten Klasse während des Unterrichts. Die Schulen in Hessen sollen weiterhin geöffnet bleiben. (Symbolbild)
An Schulen in Niedersachsen und Bremen gelten einige Corona-Regeln. © Gregor Fischer/dpa

Am Mittwoch beginnt für Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen und Bremen das zweite Schulhalbjahr, zahlreiche Corona-Regeln müssen beachtet werden. Eine Übersicht.

Hannover/Bremen – Nach einer kurzen Verschnaufpause zwischen den Schulhalbjahren geht am Mittwoch, 2. Februar 2022, der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen und Bremen wieder los. Weiterhin sind viele Corona-Regeln zu beachten.

Bundesländer:NiedersachsenBremen
Fläche:47.614 km²326,7 km²
Bevölkerung:7,982 Millionen (2019)569.352 (2019)
Hauptstadt:HannoverStadt Bremen

Masken- und Testpflicht sind weiterhin zwei prägende Elemente des Schulalltags. Hier eine Übersicht der Corona-Regeln, beginnend mit Niedersachsen:

Wie sieht es mit dem Unterricht an Niedersachsens Schulen aus?

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern gilt an Niedersachsens Schulen die Präsenzpflicht – Schülerinnen und Schüler müssen also zur Schule gehen.

Muss an den Schulen in Niedersachsen und Bremen eine Maske getragen werden?

Ja, alle Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen sowie das Schulpersonal müssen einen Mund-Nase-Schutz tragen, auch während des Unterrichts. Dies muss mindestens eine OP-Maske sein. Für ältere Schülerinnen und Schüler sowie das Personal empfiehlt das Kultusministerium eine FFP2-Maske.

Wo bekommen Schüler Masken her?

Generell ist vorgesehen, dass die Schüler die OP-Masken selbst mitbringen. Schulen können aber dazu eine Art Reserve anlegen, falls jemand doch mal keine Maske dabei hat.

Wie sieht es mit Tests aus?

Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres am Mittwoch verschärft sich die tägliche Testpflicht. Nun sind nur noch Kinder und Jugendliche ausgenommen, die auch eine Booster-Impfung erhalten haben oder doppelt geimpft und von einer Covid-Infektion genesen sind. Bislang reichten zwei Impfungen aus, um von der Testpflicht befreit zu sein. Etwa jeder vierte zwischen 12 und 17 Jahren im Bundesland hat nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Die Betroffenen sollen sich zu Hause vor Beginn des Unterrichts testen – damit soll verhindert werden, dass bei einem positiven Test eine mögliche Corona-Infektion in die Schule getragen wird. Die Tests werden von den Schulen gestellt.

Bekomme ich auch Tests von der Schule, wenn ich bereits vollständig geimpft oder genesen bin?

Prinzipiell können sich auch geimpfte und genesene Schüler oder Lehrer mit den zur Verfügung gestellten Kits testen, sofern es die Kapazitäten der Schule erlauben. Dies kann also von Schule zu Schule unterschiedlich sein.

Was geschieht bei einem positiven Testergebnis?

Bei einem positiven Test soll die Schule umgehend informiert werden. Das Kultusministerium teilte mit: „Die Testverordnung des Bundes wird gerade überarbeitet, liegt aber noch nicht vor. Es ist vorstellbar, dass künftig ein positives Selbsttestergebnis bei Schülerinnen und Schülern durch einen Test und Bescheid von einem Testzentrum belegt werden muss.“ Zuvor war in der Regel ein PCR-Test notwendig, da diese aber knapp werden, muss dort voraussichtlich umgesteuert werden.

Nach wie vielen Tagen kann ein Schüler nach einer Infektion frühestens wieder in die Schule?

Das Ministerium teilte mit, dass die Quarantänezeit für Infizierte generell zehn Tage betrage. Diese Zeit könne durch einen negativen Schnelltest auf sieben Tage verkürzt werden. Wichtig sei bei der frühzeitigen Absonderung, dass Menschen nur aus Isolation oder Quarantäne entlassen werden können, die zuvor mindestens 48 Stunden lang keine Symptome mehr aufweisen.

Was passiert mit der Lerngruppe, wenn ein Schüler positiv getestet ist?

Alle anderen testen sich dann wie gehabt weiter. Wer also negativ ist, kommt in die Schule, wer positiv ist, bleibt zu Hause.

Wie sieht es bei den Kitas aus?

Anders als im Schulbereich gibt es bei den Kitas noch keine Corona-Testpflicht. Das Land stellt den Landkreisen und kreisfreien Städten pro Woche und Kind im Kindergartenalter drei Antigen-Schnelltests zur Verfügung.

Corona-Test
An niedersächsischen Schulen soll die Testpflicht auf das Coronavirus vorerst bestehen bleiben. Hinzu kommen ab 15. Februar jetzt auch die Kitas. © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Anwendung dieser Tests soll zu Hause durch die Eltern erfolgen. Vom 15. Februar an greift dann auch in diesem Bereich eine Testpflicht. Diese gilt für Kinder ab drei Jahren und ist dreimal wöchentlich verpflichtend.

Wird vorgeschrieben, an welchem Tag die Tests vor dem Kita-Besuch durchzuführen sind?

Eine feste Vorgabe der Wochentage wird laut Ministerium voraussichtlich nicht erfolgen.

Was gilt für Beschäftigte in den Kitas?

Für Kindertageseinrichtungen gilt wie für alle Arbeitsstätten, in denen Personenkontakt nicht ausgeschlossen ist, die 3G-Regelung am Arbeitsplatz. Beschäftigte, die weder geimpft noch genesen sind, müssen sich laut Ministerium grundsätzlich selbst um einen Test mit Nachweis kümmern. Arbeitgeber stellen demnach zwei Testungen pro Woche zur Verfügung. Die anderen Tests sind in Testzentren, Apotheken oder bei Hausärzten vorzunehmen, ein vor der Arbeit zu Hause durchgeführter Selbsttest ist nicht gültig.

Was gilt an Schulen und Kitas in Bremen?

Auch in Bremen startet nach den zweitägigen Halbjahresferien am Mittwoch wieder die Schule. Grundsätzlich besteht in den Schulgebäuden überall Maskenpflicht, auch während des Unterrichts und im Hortbetrieb. Noch bis einschließlich Freitag müssen oder sollen sich zudem alle täglich testen, danach wieder mindestens dreimal wöchentlich. Wer eine Auffrischungsimpfung erhalten hat, muss sich nicht testen, es wird jedoch empfohlen.

Soweit möglich, sollen sich alle Schüler und Beschäftigte bereits einen Tag vor Schulbeginn zu Hause testen. Sobald vier oder mehr Kinder in einer Klasse infiziert sind, wird die Klasse zunächst fünf Tage in den Digitalunterricht gehen, den sie von zu Hause aus wahrnehmen soll. Für Kitas gilt: Kinder dürfen nur dann in die Kita oder Kindertagespflege, wenn sie mindestens drei Mal in der Woche getestet werden und ein negatives Ergebnis haben. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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