Antrag erst in ein paar Jahren möglich

Hannovers Schützenfest soll Kulturerbe werden

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Das Schützenfest in Hannover mit all seinen Attraktionen soll nach dem Willen der Veranstalter ein Unesco-Weltkulturerbe werden.

Hannover - Das Schützenfest in Hannover soll nach dem Willen der Veranstalter immaterielles Weltkulturerbe der Unesco werden. Wegen der umfangreichen Vorbereitungen könne der Antrag aber erst in einigen Jahren eingereicht werden, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok am Sonntag. Tradition alleine reiche dafür nicht aus. „Das geht nur, wenn man es auch schafft, modern zu sein.“

Am letzten Tag des nach Veranstalterangaben weltgrößten Schützenfestes zogen die Beteiligten ein positives Resümee. Rund eine Million Besucher wurden gezählt. Höhepunkt des 487. Schützenfestes war der Schützenausmarsch am 3. Juli mit knapp 10.000 Teilnehmern. An den zehn Festtagen wurden weniger Diebstähle registriert, aber deutlich mehr Körperverletzungen.

Fünf Diebstähle wurden bislang angezeigt, im Vorjahr waren es zehn. Deutlich gestiegen ist jedoch die Zahl der Körperverletzungen: Mit vorläufig 32 Fällen verzeichnete die Polizei mehr als viermal so viele wie 2015. Außerdem gab es 126 Platzverweise. „Insgesamt war es aber ein friedliches und familienfreundliches Fest, auch wenn die Zahlen etwas anderes sagen“, sagt Polizeisprecher André Puiu.

Ziel sei, den Antrag auf Anerkennung als immaterielles Weltkulturerbe zum 500. Schützenfest zu stellen, sagte Schostok. Im bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes befinden sich derzeit 34 Einträge. Das Verzeichnis soll die kulturelle Vielfalt in Deutschland sichtbar machen.

dpa

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