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Tödliche Wolfsattacke bei Bremen: Familie unter Schock – mehrere Schafe gerissen

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Von: Fabian Raddatz

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Menschen stehen nach einem Wolfsangriff neben einem gerissenen Schaf.
Sarah Flierbaum-Iwaniuk und ihr Mann Florian stehen neben einem gerissenen Schaf. „Wölfe können da sein, aber nicht so nah.“ © NonstopNews

Ein Wolf hat im Landkreis Osterholz bei Bremen zugeschlagen. Die Familie zeigt sich besorgt: „Man weiß nicht, ob er in den Garten kommt.“

Schwanewede-Neuenkirchen – Großer Schrecken am Morgen: Als Sarah Flierbaum-Iwaniuk auf die Weide neben ihrem Grundstück in Neuenkirchen bei Schwanewede (Landkreis Osterholz in Niedersachsen) blickte, fiel ihr auf, dass die dort normalerweise grasenden Schafe nicht standen, sondern lagen. Das berichtet das Nachrichtenportal Nonstop News.

Gemeinsam mit ihrem Mann Florian ging sie auf die Weide nahe Bremen, um sich ein genaueres Bild zu machen und musste feststellen, dass alle Schafe bis auf eines tot waren. Die Spurenlage scheint klar zu sein: Hier war ein Wolf am Werk.

Tödliche Wolfsattacke bei Bremen: Familie unter Schock

Für Familie Flierbaum ein Schock. Die Eheleute wissen und akzeptieren, dass es in der Nähe Wölfe gibt, aber dass sich eines der Tiere so nah an ihr Grundstück herantraut, hatten sie nicht erwartet. Im Garten ziehen sie gemeinsam mit ihren Kindern liebevoll mehrere Lämmer groß, die natürlich nun auch in Gefahr sind; dazu kommt, dass die Kinder gern auf der Weide mit den Schafen gespielt haben.

Die Sorge um die Kinder und die Tiere ist nun groß. „Man weiß nicht, ob er in den Garten kommt“, so Sarah Flierbaum-Iwaniuk. Ihr Mann ist ebenso beunruhigt: „Wölfe können da sein, aber nicht so nah“. Seiner Meinung nach muss nun etwas passieren, um die Gefahr zu minimieren: „.Ein Wolfschutzzaun an den Deichen ist nicht ausreichend. Die Wölfe springen zwei Meter hoch“. Die zuständigen Stellen sind informiert, doch nun muss abgewartet werden, wie dort reagiert wird.

Nach Wolfsattacke bei Bremen: Immer wieder Vorfälle in der Region

Wolfsattacken sind in der Region keine Seltenheit: Im Landkreis Osterholz tötete ein Wolf 25 Schafe – trotz Zaun. Nach dem Vorfall im Dezember vergangenen Jahres schmiss ein Wolfsberater aus Frust hin. Mutmaßlicher Wolfsangriff auch in Sulingen, dort lagen tote Schafe weit verstreut im Sulinger Moor.

Schafshalter in Niedersachsen schlagen bereits seit Längerem Alarm, ein Schutz vor Wölfen sei „unmöglich“. Auch der Schäfer Kay Krogmann hat genug vom Wolf und warf das Handtuch, nachdem 50 seiner Tiere qualvoll durch Angriffe gestorben sind. Die FDP fordert eine Obergrenze von 300 Tieren.

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