Schnee im Norden und eisige Kälte

Starker Schneefall und glatte Straßen haben zu einer Reihe von Unfällen in Niedersachsen geführt, ein Mensch wurde lebensgefährlich verletzt. Bei Holdorf (Kreis Vechta) kam nach Angaben der Polizei am Samstagmorgen ein 51-Jähriger auf gerader, abschüssiger Straße ins Schleudern und prallte gegen einen Baum.

Der Mann wurde in dem Autowrack eingeklemmt und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Er lag möglicherweise schon einige Zeit bei minus 16 Grad hilflos in seinem Wagen, bevor andere Autofahrer ihn fanden.

Die schneeglatte Fahrbahn wurde auch einer 45 Jahre alten Frau in Worpswede bei Bremen zum Verhängnis. Sie kam mit ihrem Fahrzeug von der Straße ab und wurde dabei leicht verletzt.

Schnee und Kälte im Norden

Der erste Schnee ist im Norden angekommen. Dazu ist es richtig kalt. Während die Kinder sich über die weiße Pracht freuen, kämpfen die Autofahrer mit den widrigen Bedingungen. © dpa / Mediengruppe Kreiszeitung
Der erste Schnee ist im Norden angekommen. Dazu ist es richtig kalt. Während die Kinder sich über die weiße Pracht freuen, kämpfen die Autofahrer mit den widrigen Bedingungen. © dpa / Mediengruppe Kreiszeitung
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Der erste Schnee ist im Norden angekommen. Dazu ist es richtig kalt. Während die Kinder sich über die weiße Pracht freuen, kämpfen die Autofahrer mit den widrigen Bedingungen. © dpa / Mediengruppe Kreiszeitung
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Der erste Schnee ist im Norden angekommen. Dazu ist es richtig kalt. Während die Kinder sich über die weiße Pracht freuen, kämpfen die Autofahrer mit den widrigen Bedingungen. © dpa / Mediengruppe Kreiszeitung

„Es ist glücklicherweise alles sehr ruhig“, sagte ein Feuerwehrsprecher in Hannover. Auch im Bahnverkehr gab es zunächst keine wetterbedingten Einschränkungen, die meisten Züge erreichten planmäßig ihre niedersächsischen Ziele. „Der Schnee allein macht der Bahn noch keine Probleme. Schwierig wird es erst, wenn wochenlanger Dauerfrost dazu kommt und die Leitungen einfrieren“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei Hannover.

Der Harz erwartet am Wochenende den ersten Ansturm von Wintersportlern.

Der Harz erwartet am Wochenende den ersten Ansturm von Wintersportlern. Die Bedingungen seien zwar „noch nicht wirklich ideal“, sagte eine Sprecherin des Tourismusverbandes. Dennoch liefen in einigen Skigebieten bei Schneehöhen um 20 Zentimeter schon die ersten Lifte. Abfahrtsmöglichkeiten - wenn teilweise auch sehr eingeschränkt - gebe es auf Torfhaus, in St.Andreasberg, in Braunlage auf der Rathauswiese und in Hahnenklee.

Wegen des kalten Winterwetters mussten elf Monteure zwei Nächte lang unfreiwillig in den Windkraftanlagen auf der Nordsee vor Borkum übernachten. Weil die Rotorblätter der Hubschrauber zu vereisen drohten, konnten die Männer zwei Tage lang nicht wieder von ihrem Arbeitsplatz abgeholt werden. Mittlerweile sind sie jedoch sicher auf dem Festland angekommen.

Für das Wochenende haben die Meteorologen weitere Schneefälle vorausgesagt. Auch auf den Nordseeinseln bleibt der Schnee seit Tagen liegen. „Das ist das erste Mal seit etwa zehn Jahren“, sagte der Marketingleiter der Insel Norderney. Die Deiche der Insel wurden kurzerhand zu Rodelbergen für die Kinder umfunktioniert.

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