Schlag gegen Einbrecherbanden - 300 Taten aufgeklärt

Leer - Nach einem Großeinsatz gegen Einbrecherbanden im Nordwesten und sieben Festnahmen sieht die Polizei ein kriminelles Netzwerk zerschlagen. Mehr als 300 Taten gelten nun als aufgeklärt. Die Ermittlungen werden aber noch Monate dauern.

Bei einem Schlag gegen Einbrecherbanden im Nordwesten haben Polizisten 15 Wohn- und Geschäftshäuser durchsucht und sieben Verdächtige festgenommen. Vier Haftbefehle seien erlassen worden, sagte Katja Paulke von der Staatsanwaltschaft Aurich am Dienstag im ostfriesischen Leer. Innerhalb von sechs Monaten seien insgesamt 35 Verdächtige ermittelt und mehr als 300 Straftaten aufgeklärt worden. „Nach diesem Schlag gegen ein kriminelles Netzwerk ist die Region ein Stückchen sicherer geworden“, sagte der Leiter der Polizeiinspektion Leer/Emden, Johannes Lind.

An dem Einsatz in den frühen Morgenstunden waren mehr als 300 Polizeikräfte aus Niedersachsen und Bremen beteiligt, darunter Spezialeinsatzkommandos. Ein Ermittlungsrichter und die Staatsanwaltschaft hatten die Aktionen in der Stadt Leer und den Landkreisen Leer und Aurich begleitet. Dabei wurden Waffen, Geld, Betäubungsmittel und Diebesgut sichergestellt.

Die Polizei hatte 2015 einen deutlichen Anstieg bei Einbrüchen in Wohn- und Geschäftshäuser und Industriebetriebe im Rheiderland (Kreis Leer) registriert. Eine Ermittlungsgruppe stellte im Herbst elf Tatverdächtige im Alter zwischen 21 bis 40 Jahren fest. Ihnen werden zahlreiche Diebstähle und zum Teil schwere Raubdelikte in Ostfriesland, Ammerland und Emsland vorgeworfen.

Weitere Spuren führten nach Polizeiangaben zu drei Tätergruppen mit 35 Beteiligten, darunter vier Frauen. Den Verdächtigen drohen bei schwerem Bandendiebstahl Freiheitsstrafen von mindestens einem Jahr bis zu zehn Jahren. Die Ermittlungen werden voraussichtlich noch Monate dauern: „Das ist ein richtig großes Puzzle“, sagte Paulke.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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