Gericht entscheidet

Schimpanse Robby darf nicht im Zirkus bleiben

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Schimpanse Robby darf nicht im Zirkus bleiben

Lüneburg - Zirkus-Schimpanse Robby soll seinen Lebensabend mit Artgenossen und nicht nur unter Menschen verbringen. Das hat das Verwaltungsgericht Lüneburg am Donnerstag entschieden.

Der Besitzer des bundesweit wohl letzten Menschenaffen in einem Zirkus müsste damit nach über 40 Jahren das alte Schimpansenmännchen an eine entsprechende auf die Resozialisierung von Schimpansen spezialisierte Einrichtung abgeben. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, der Anwalt des Zirkusdirektors will Berufung einlegen.

Robby hat nach den Angaben des tiermedizinischen Sachverständigen eine schwerwiegende Verhaltensstörung, begründeten die Richter der 6. Kammer ihre Entscheidung. Zwar sei er in guter körperlicher Verfassung, doch fehle ihm der Umgang mit anderen Affen. Eine entsprechende Umgewöhnung von Robby in einer darauf spezialisierten Einrichtung könne auch nach all den Jahren noch gelingen, hatte der Experte erklärt. Der etwa 45 Jahre alte Affe wurde in einem Zoo geboren und früh von seinen Artgenossen getrennt.

Der Zirkusbetreiber hatte gegen die vom Kreis Celle 2015 angeordnete Abgabe des Affen Klage eingereicht. Tierschutzverbände fordern schon länger, die Haltung von Wildtieren in Zirkussen ganz zu verbieten. Bis das Urteil Rechtskraft erlangt, kann Robby im Zirkus bleiben.

dpa

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