Schiff rammt Brücke: Ermittler werten Sprachrecorder aus

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Im Zuge der Ermittlungen werden nun Sprachrecorder ausgewertet. Foto: Lars Klemmer/Archiv

Weener/Aurich - Die Ermittlungen zur Kollision eines Frachters auf der Ems mit der Eisenbahnbrücke bei Weener in Ostfriesland sind ein kleines Stück vorangekommen. Ein Sprachrecorder mit den Stimmen auf der Schiffsbrücke zur Zeit des Unfalls sei tontechnisch ausgewertet worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aurich. Sie ermittelt gegen einen Lotsen und den russischen Kapitän des Frachters "Emsmoon". Beide Männer sollten Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten.

Das 100 Meter lange Schiff hatte Anfang Dezember die geschlossene "Friesenbrücke" gerammt. Der Zugverkehr von Leer ins niederländische Groningen ist seitdem unterbrochen. Die Bahn prüft Möglichkeiten für einen Wiederaufbau. Die Kosten dafür fallen voraussichtlich günstiger aus als ein Neubau. Auf jeden Fall soll eine Instandsetzung mehrere Jahre dauern. Vor der am Freitag geplanten Überführung des neuen Kreuzfahrtschiffes "Ovation of the Seas" der Papenburger Meyer Werft sollte das große Mittelteil der Brücke ausgebaut werden.

dpa

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