Schwerer Unfall bei Vechta

Vechta: Brummifahrer bei Auffahrunfall auf A1 lebensgefährlich verletzt

Sattelschlepper nach Unfall.
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Bei dem Unfall am späten Donnerstagnachmittag wurde ein 51-jähriger LKW-Fahrer lebensgefährlich verletzt.

In der Baustelle auf der Autobahn A1 bei Vechta hat es schon wieder gekracht: Ein Mann wird lebensgefährlilch verletzt, als er mit seinem LKW ins Stauende kracht.

Vechta/Bakum – Die Baustelle auf der Autobahn A1 bei Vechta hat es in sich. Jeden Tag Stau und jeden Tag schwere Unfälle. „Diese Woche war noch kein Tag dabei, an dem kein Unfall war“, so ein Ersthelfer am Donnerstagnachmittag, 1. Juli 2021, der auch schon am Vortag nur 800 Meter hinter dem schweren LKW-Unfall im Stau stand.

Sattelzugfahrer kracht bei Vechta ins Stauende: Ersthelfer bergen verletzten Mann aus Lastwagen

Donnerstag also schon wieder: Im Baustellenbereich auf der Autobahn A1 bei Vechta ist es erneut zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Dabei wurde ein 51-Jähriger lebensgefährlich verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Mann hatte mit seinem Sattelzug zwischen den Anschlussstellen Vechta und Lohne/Dinklage (Landkreis Vechta) am späten Donnerstagnachmittag gegen 17:30 Uhr offenbar übersehen, dass ein vor ihm fahrender LKW aufgrund eines Stauendes langsamer geworden war.

Der 51-Jährige versuchte noch zu bremsen, fuhr mit seinem Fahrzeug jedoch auf den anderen Sattelzug auf. Ersthelfer konnten den Mann befreien. „Wir haben den Gurt gelöst, damit er wieder Luft bekommt“, berichtete einer von ihnen.  Kurz darauf kümmerte sich eine zufällig anwesende Krankenschwester um den Fahrer, bis der Rettungsdienst übernahm. Der Mann wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass er mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden musste.

Der 50 Jahre alte Fahrer des vorausfahrenden Lasters blieb unverletzt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 80.000 Euro. Laut Polizei hatte der Sattelzug des Unfallverursachers Gefahrgut geladen, das jedoch unbeschädigt blieb. Die Autobahn A1 war nach dem Unfall in Richtung Osnabrück bis 0:30 Uhr gesperrt.

Für die Freiwillige Feuerwehr Bakum war es bereits der dritte Einsatz in dieser Woche. „Das ist schon recht ungewöhnlich, wie es im Moment abgeht, echt unnormal. Teile der Arbeitszeit und der Freizeit gehen drauf, um hier Menschenleben zu retten“, so der Einsatzleiter Christoph Zerhusen.

Feuerwehr appelliert an Lastwagenfahrer: „Schaltet eure Sicherungssysteme ein!“

Das würden die Kameraden zwar gerne machen und auch morgen wieder kommen, aber besser wäre es, wenn die LKW-Fahrer ihre Sicherungssysteme anschalten, statt auszuschalten. „Die Baustelle ist noch bis Dezember hier, weil die A1 dreispurig ausgebaut wird, wir müssen mit der Lage noch bis 2025 rechnen, aber es ist schon erschreckend. Das war der dritte schwere Unfall diese Woche nach dem gleichen Muster“, so Zerhusen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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