Bestand wächst

Rund 150 Wölfe in Niedersachsen

Hannover/Berlin - Immer mehr Wölfe streifen durch deutsche Wälder. Die meisten der grauen Jäger ziehen durch Sachsen, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Die Tiere sind hierzulande streng geschützt und dürfen nicht gejagt werden.

„Allein in Niedersachsen schätzen wir den Bestand auf etwa 150 Tiere", sagte Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der dort für die Beobachtung der Tiere zuständigen Landesjägerschaft. „Wir haben einen Zuwachs von 30 Prozent im Jahr", hat er errechnet. „Bundesweit gibt es mehr als 60 nachgewiesene Wolfsrudel." Bei durchschnittlich sieben Mitgliedern pro Rudel seien das zusammen mit den Einzeltieren um die 500 Wölfe. Schätzungen seien schwierig, betonte Reding. 

Mitte des 19. Jahrhunderts galt Canis lupus in Deutschland als ausgerottet. Erst nach dem Mauerfall kamen die hoch sozialen Tiere über Polen nach Deutschland zurück, Anfang der 1990er-Jahre wurden die ersten Wölfe in Brandenburg entdeckt. Im Jahr 2000 bekamen Wölfe in Sachsen Nachwuchs, seitdem mehren sich die Sichtungen. Wölfe können auf ihren Streifzügen in der Nacht mehr als 70 Kilometer zurücklegen. Auf ihrem Speiseplan stehen Rehe, Rothirsche und Wildschweine. Bei den Nutztieren sind sie vor allem auf Schafe aus, reißen aber etwa auch Ziegen, Rinder und in Gattern gehaltenes Wild. - dpa

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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