Mann in Winsen verliert Finger

Die Menschen in Niedersachsen und Bremen feiern eine ruhige Silvesternacht

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In der niedersächsische Landeshauptstadt Hannover wurde fröhlich ins neue Jahr reingefeiert.

Hannover/Bremen - Der Jahreswechsel in Niedersachsen und Bremen ist überwiegend ruhig verlaufen. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste fuhren zahlreiche Einsätze, meldeten jedoch keine gravierenden Probleme.

Das neue Feuerwerksverbot im Zentrum Hannovers stieß auf eine positive Resonanz. „Die Mitbürgerinnen und Mitbürger haben im überwiegenden Teil großes Verständnis für die Kontrollen an den Zugängen zur Verbotszone gezeigt und waren sehr kooperativ“, sagte die Einsatzleiterin der Polizei, Gwendolin von der Osten. Besucher, die das Verbot nicht kannten, hätten freiwillig 500 Raketen und ebensoviele Böller in mit Wasser gefüllte Tonnen geworfen.

Die Bilanz der Stadt Hannover fiel ebenfalls gut aus. Das Geschehen zwischen Bahnhof und Opernplatz sei in der Silvesternacht nach Aussagen der Polizei deutlich entspannter gewesen als in den Vorjahren, sagte Ordnungsdezernent Axel von der Ohe. „Überwiegend fröhliche Menschen, die ohne Angst vor gefährlichen Situationen durch Feuerwerkskörper gefeiert haben, bestätigen uns: Das Verbot war richtig und erfolgreich.“ Der Rettungsdienst der Feuerwehr in Hannover verzeichnete einen Rückgang der Einsätze. Nach Angaben eines Sprechers muss aber noch ausgewertet werden, ob dies auch eine Auswirkung des Böllerverbots war. Bislang gebe es noch keine Übersicht über die Verteilung der Einsätze auf das Stadtgebiet.

Im Zentrum von Bremen und vielen historischen Stadtkernen in Niedersachsen gibt es seit Jahren ein Böllerverbot an Silvester. In historischen Altstädten etwa in Göttingen, Lüneburg, Goslar oder Hann. Münden dürfen schon seit längerem keine Feuerwerkskörper mehr abgebrannt werden. In Bremen sind der Marktplatz, das Hafengebiet und der Flughafen knallfreie Zonen.

In Winsen an der Aller (Kreis Celle) wurden bei einem Unfall mit einem Böller am Silvesterabend zwei Menschen verletzt. Ein 38-jähriger habe sich die Finger an einer Hand weggesprengt, sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstag. Eine 54 Jahre alter Mann habe bei dem Unfall Verletzungen im Gesicht erlitten. Er konnte allerdings nach einer ambulanten Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Nach Erkenntnissen der Polizei war Sprengkörper selbstgebaut.

In Hannover wurde ein Mann beim Zünden von Feuerwerk von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Der 29-jährige habe auf der Mitte der Fahrbahn einen Knaller gezündet und sei dann rückwärts gegangen, um sich von der Explosion zu entfernen, teilte die Polizei in Hannover mit. Dabei sei er von dem Auto erfasst worden.

In Bremen blieb es nach Angaben der Polizei weitgehend friedlich. Bei einem Silvesterball gingen am frühen Neujahrsmorgen allerdings zehn Männer auf einen 23-Jährigen los und verletzten ihn mit Tritten am Kopf. Ein 22-jähriger Tatverdächtiger wurde vorläufig festgenommen. Erfreulich endete die lange Silvester-Einsatznacht für die Helfer der Feuerwehr in Braunschweig. Ihr Notarztwagen wurde zu einer ungeplanten Hausgeburt gerufen. Das Neujahrskind - ein Junge - kam am Dienstagmorgen zur Welt. Mutter und Kind sind wohlauf.

dpa

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