Präsenzunterricht für alle

Wann öffnen Schulen und Kitas? Alle Termine stehen jetzt fest

Große Erleichterung bei Schülern und Lehrern. Alle Kinder und Jugendlichen kehren zurück in die Klassenräume. Daneben starten ab Montag auch die Kindertagesstätten wieder.

Update vom 5. März, 13 Uhr: Die Schulen in Niedersachsen weiten ihren Betrieb vom 15. März an wieder aus. Dann beenden die Klassen 5 bis 7 sowie der 12. Jahrgang das Homeschooling. Sie kehren im Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurück, wie das Kultusministerium am Donnerstag mitteilte. Eine Woche später, vom 22. März an, sollen dann alle Schulen und Jahrgänge in den Wechselunterricht zurückkehren. Für Grundschüler und Abschlussklassen gilt zudem bereits vom kommenden Montag (8. März) an wieder die Präsenzpflicht.

Schulen öffnen in Stufen, Kitas können schon ab Montag öffnen

Ebenfalls vom 8. März an kehren die Kindertagesstätten zurück in den eingeschränkten Regelbetrieb. Die Kitas sind damit im Grundsatz geöffnet und bieten Betreuung in Regelgruppengröße an, allerdings dürfen sich die Gruppen nicht durchmischen. Die Vertretung der Kita-Eltern reagierte erleichtert auf die angekündigte Ausweitung der Betreuung. Allerdings komme diese viel zu spät. „Perspektivlos wurden Kinder und Eltern viel zu lange hingehalten“, teilte der Verein mit. 

Update vom 5. März, 8 Uhr: Alle Schüler sollen nach den Worten der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, noch im März wieder in die Schule gehen können. „In der Kultusministerkonferenz sind wir uns einig: Wir wollen, dass noch im März alle Schülerinnen und Schüler wieder zur Schule gehen - auch wenn es im Regelfall erst mal Wechselunterricht sein wird“, sagte Brandenburgs Bildungsministerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). „Einige Bundesländer, in denen die Inzidenzwerte sehr niedrig sind, werden sich auch für Präsenzunterricht entscheiden“, fügte die SPD-Politikerin hinzu. Gerade der Wechselunterricht ermögliche das Einhalten von Abständen sehr gut.

Update vom 4. März, 16:15 Uhr: In Niedersachsen soll vom 15. März an wieder ein ausgeweiteter Betrieb in den Schulen laufen. Die Klassen 5 bis 7 sowie der 12. Jahrgang beenden dann das Homeschooling und kehren im Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurück, teilte das Kultusministerium am Donnerstag mit. Eine Woche später, vom 22. März an, sollen dann alle Schulen und Jahrgänge in den Wechselunterricht zurückkehren.

Für Grundschüler und Abschlussklassen gilt zudem bereits vom kommenden Montag (8. März) an wieder die Präsenzpflicht. Bisher konnten die Eltern dieser Schüler entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder von zu Hause aus lernen lassen wollen.

Schulen in Niedersachsen nach Lockdown wieder mehr geöffnet

„Mit Blick auf die Gesamtgemengelage – diffuses Infektionsgeschehen, Mutationen, Stagnation bei Inzidenz - bin ich froh, dass wir heute diesen weiteren Öffnungsschritt machen können“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Die Schulen würden behutsam und schrittweise wieder geöffnet. „Alle sollen sicher Tritt fassen und die Schulen sich nach und nach füllen.“

Ebenfalls vom 8. März an kehren die Kindertagesstätten zurück in den eingeschränkten Regelbetrieb. Die Kitas sind damit im Grundsatz geöffnet und bieten Betreuung in Regelgruppengröße an, allerdings dürfen sich die Gruppen nicht durchmischen.

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch auf das weitere Vorgehen in der Corona-Krise verständigt. Die Rückkehr der Schüler in den Präsenzunterricht liegt allerdings in der Verantwortung der Länder. Ursprünglich hatte das Kultusministerium in Hannover Anfang März als Ziel für die Ausweitung des Schulbetriebs genannt. Weil die Corona-Infektionszahlen Ende Februar aber nicht nennenswert zurückgingen, legte die Regierung diese Pläne zu den Akten. (dpa)

Update vom 4. März: Die neue Corona-Verordnung von Bund und Ländern steht. Für Niedersachsen gilt, Grundschüler bleiben mindestens bis zum Ende dieser Woche mit Wechselunterricht und geteilten Klassen aktiv, auch die Abschlussklassen bleiben weiterhin im Wechselunterricht. Alle übrigen Jahrgänge bleiben vorerst im Homeschooling, nach Ende des Lockdowns am 7. März und bis zu Beginn der Osterferien Ende März sollen alle Schulen wieder im Wechselunterricht laufen. Nach den Osterferien soll der Schulbetrieb dann abhängig von der Inzidenzlage des jeweiligen Landkreises sein. An den Schulen stellt die Niedersächsische Landesregierung ab sofort Schnelltests an Schulen zur verfügung.

Das Niedersächsische Kultusministerium hat im einen neuen Erlass veröffentlicht, der die aktuellen „Regelungen zur Organisation der Schuljahrgänge 1 bis 10 der allgemein bildenden Schulen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie“ zusammenfasst sowie unter anderem Hinweise zur Unterrichtsgestaltung, zur Notengebung und zur Erreichbarkeit der Schule gibt.

Niedersachsen will schulische Praxis stärken

„Damit stärken wir die schulische Praxis und sichern zugleich Verbindlichkeit und Einheitlichkeit“, erläutert Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne. „Das betrifft Strukturen und Tagesabläufe, Kontaktaufnahmen und die Leistungsbewertung. Diese Klarheit hilft den Lehrkräften, den Schülerinnen und Schülern und auch den Eltern. In den Erlassen sind die Erfahrungen und Rückmeldungen aus dem ersten Schulhalbjahr 2020/2021 mit eingeflossen. Wir arbeiten ständig daran, die Realität abzubilden und unsere Rahmensetzungen anzupassen, um das Optimum für die Schülerinnen und Schüler aus dieser schwierigen Lage herauszuholen.“

Um auf die sehr unterschiedlichen familiären und sozialen Bedingungen von Schülerinnen und Schüler reagieren zu können, wird geregelt, dass schulische Arbeitsplätze für Schülerinnen und Schüler in den Szenarien B und C entsprechend der personellen und sächlichen Ressourcen der jeweiligen Schule zur Verfügung zu stellen sind. Damit können Kinder und Jugendliche, die zu Hause keine adäquaten technischen oder räumlichen Lernbedingungen zur Verfügung haben, die Schulausstattung nutzen.

Update vom 02. März: Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte hat vor weiteren Schulöffnungen die Umsetzung angekündigter Schutzmaßnahmen angemahnt. „Eine generelle Öffnung um jeden Preis darf es nicht geben“, sagte der Verbandsvorsitzende Torsten Neumann am Montag in Hannover. „Die starke und schnelle Verbreitung der Corona-Mutanten in ganz Deutschland auch bei Kindern und Jugendlichen verbietet ein solches Vorgehen.“ Für eine schrittweise Öffnung der Schulen bedürfe es einer umsichtigen Strategie.

Erst wenn die angekündigten Schnelltests und die Impfmöglichkeit für alle Schulbeschäftigten sichergestellt seien, könne eine Öffnung auch der weiterführenden Schulen erfolgen. „Solange nicht alle in Schule Tätigen ausreichend geschützt werden können, kann es kein Zurück zu einem halbwegs normalen Schulbetrieb kommen.“ Der Lehrerverband warb dafür, bei der Entscheidung über Schulöffnungen den regionalen Inzidenzwert zu berücksichtigen. Sinnvoll sei eine versetzte Rückkehr einzelner Jahrgänge, beginnend mit den jüngeren Schülern. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) möchte nach den Bund-Länder-Beratungen über den Corona-Kurs an diesem Mittwoch über das weitere Vorgehen an den Schulen entscheiden. (dpa)

Schule in Niedersachsen: Abschlussprüfungen dezentral

Update vom 27. Februar: Viele Schüler warten sehnsüchtig auf die Öffnung der Schulen. Es gibt aber auch Bedenken und Ängste von Lehrern und Eltern. Angesichts einer immer noch unklaren Corona-Lage hält für Schülerschaft, Eltern und Lehrkräfte in Niedersachsen die Unsicherheit über ein Öffnen der Schulen weiter an. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) betonte zwar, nach den für Mittwoch geplanten nächsten Bund-Länder-Beratungen weitere Schulen in Niedersachsen öffnen zu wollen. „Mein Ziel ist unverändert, so schnell wie möglich alle Schüler in den Wechselunterricht zurückzuholen. Ich erinnere an unsere Erfahrungen mit den Grundschulen, die wir ja im Wechselmodell gelassen haben – und die sind wirklich gut“, sagte Tonne der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Angesichts der Corona-Krise hatte das Ministerium am Donnerstag entschieden, dass es für die mittleren Schulabschlüsse in den Kernfächern dezentrale Abschlussprüfungen geben wird. Für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik werden außerdem die Termine für die schriftliche Prüfung auf den ursprünglich ersten Nachschreibetermin verschoben, um den Schülern mehr Vorbereitungszeit zu geben. Die mündlichen Prüfungen seien freiwillig und nicht verpflichtend abzulegen.

Niedersachsen will weitere Schulen öffnen

Ursprungsmeldung vom 24. Februar: Lehrer, Schüler und Eltern müssen sich weiter in Geduld üben, bis sie wissen, wann es an Niedersachsens Schulen wieder mehr Präsenzunterricht geben wird. Ursprünglich hatte Kultusminister Grant Hendrik Tonne die Entscheidung für diese Woche angekündigt - doch daraus wird nun nichts. Die Schulen öffnen den aktuellen Plänen zufolge frühestens am 8. März.

Frühestens nach dem derzeitigen Lockdown, der mindestens bis zum 7. März andauert, seien Lockerungen möglich, erklärte der SPD-Politiker am Dienstag. Die bisherigen Planungen für die Schulöffnungen hätten „sowohl den 1. März umfasst als auch spätere Zeitpunkte“, sagte Tonne.

BundeslandNiedersachsen
Fläche47.614 km²
Einwohner (Stand: 2019)7,982 Millionen
MinisterpräsidentStephan Weil

Weil die Corona-Infektionszahlen seit zwei Wochen aber nicht mehr nennenswert zurückgingen, sei in der kommenden Woche noch nicht mehr möglich als das bisherige Modell. Dieses sieht Wechselunterricht in geteilten Klassen - teils zu Hause, teils in der Schule - nur für Grundschüler und Abschlussklassen vor.

Gleichzeitig ist die Präsenzpflicht im Moment aufgehoben. Das heißt, die Eltern können entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder nicht. Das Kultusministerium plant jedoch weiterhin damit, „für eine Übergangsphase nach Ende des Lockdowns“ möglichst alle Schulen in den Wechselunterricht zu versetzen.

„Wir stehen in den Startblöcken, aber die Pandemie lehrt, dass Unwägbarkeiten bleiben.“

Grant Hendrik Tonne, Kultusminister Niedersachsen

Voraussetzung für den Wechselunterricht sei ein Rückgang der Infektionen. An den Kindertagesstätten sollen dann wieder normale Gruppengrößen möglich sein, wobei die Gruppen strikt getrennt werden müssen. „Damit hätten wir ein regelmäßiges Präsenzangebot für alle Kinder und Jugendliche“, sagte Tonne. „Wir stehen in den Startblöcken, aber die Pandemie lehrt, dass Unwägbarkeiten bleiben.“

Am 3. März wollen Bund und Länder das weitere Vorgehen beraten. Der FDP-Bildungspolitiker Björn Försterling kritisierte angesichts der unklaren Perspektive, dass es „mit diesem Kultusminister keine Sicherheit, vor allem keine Planungssicherheit“ für die Familien, Lehrer und Erzieher in Niedersachsen gebe.

Corona-Impfungen für Lehrkräfte rücken in Niedersachsen näher

In viele Grundschulen und Kitas in Deutschland ist am Montag ein bisschen Leben zurückgekehrt. Nach rund zwei Monaten Schließung, Notbetreuung oder nur sehr eingeschränktem Betrieb wurden die Jüngsten wieder in der Schule unterrichtet und mehr Kinder in den Kitas betreut. Der Schritt war sowohl von Zustimmung als auch von Skepsis begleitet worden.

„Es ist gut, dass viele Schulen in Deutschland jetzt schrittweise wieder mit dem Präsenzunterricht beginnen“, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) der Deutschen Presse-Agentur.

Unterdessen rücken nun, wie erwartet, Impfungen für Lehrkräfte an Grundschulen und Kita-Personal näher. Ein entsprechender Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums für eine Änderung der Impfverordnung lag am Montag der Deutschen Presse-Agentur vor. Er sieht vor, dass die Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher von der dritten in die zweite Gruppe der Impf-Reihenfolge vorgezogen werden.

Begründet wird das mit der Öffnung der Einrichtungen und damit, dass im Umgang mit kleinen Kindern kaum Abstand eingehalten werden kann. Der Entwurf ist nach dpa-Informationen in die Abstimmung gegangen.

Frühestens nach dem derzeitigen Lockdown, der mindestens bis zum 7. März andauert, sind Lockerungen möglich.

Beschäftigte an Grundschulen und Kitas können also damit rechnen, bei der Corona-Impfung schneller an die Reihe zu kommen als bisher geplant. Ebenso wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und mehrere Bundesländer unterstützt auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek entsprechende Pläne. „Beide Berufsgruppen nehmen Aufgaben wahr, die für unsere ganze Gesellschaft von ganz großer Bedeutung sind, was sich auch in der Impfpriorisierung zeigen sollte“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Eine Grundsatzentscheidung wird bereits Anfang der Woche erwartet.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat / picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Tränen und Kanonendonner: Abschied von Prinz Philip

Tränen und Kanonendonner: Abschied von Prinz Philip

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Bayern verlieren Final-Wiedersehen gegen Paris Saint-Germain

Bayern verlieren Final-Wiedersehen gegen Paris Saint-Germain

BVB verpasst Coup in Manchester: 1:2 nach achtbarem Kampf

BVB verpasst Coup in Manchester: 1:2 nach achtbarem Kampf

Meistgelesene Artikel

Vollgas bis zur nächsten Ampel: Raser kennen sich besser als einer zugibt

Vollgas bis zur nächsten Ampel: Raser kennen sich besser als einer zugibt

Vollgas bis zur nächsten Ampel: Raser kennen sich besser als einer zugibt
Schulstart in Niedersachsen: Ohne Corona-Test kein Zutritt

Schulstart in Niedersachsen: Ohne Corona-Test kein Zutritt

Schulstart in Niedersachsen: Ohne Corona-Test kein Zutritt
Wann öffnen Campingplätze wieder? Wohnmobil-Touristen kriegen Ansage

Wann öffnen Campingplätze wieder? Wohnmobil-Touristen kriegen Ansage

Wann öffnen Campingplätze wieder? Wohnmobil-Touristen kriegen Ansage
Corona-Konferenz fällt aus: Bundesweite Gesetzes-Änderung kommt

Corona-Konferenz fällt aus: Bundesweite Gesetzes-Änderung kommt

Corona-Konferenz fällt aus: Bundesweite Gesetzes-Änderung kommt

Kommentare