Noch bis Anfang Februar

Viel Interesse an gigantischem Freilichtmuseum

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Die fünfte Auflage der Projektions-Schau „Lichtsicht“ in Bad Rothenfelde stößt auf großes Interesse.

Bad Rothenfelde - Noch bis Anfang Februar ist der Kurpark von Bad Rothenfelde ein gigantisches Freilichtmuseum: Die Seitenwände der einst zur Salzgewinnung genutzten Gradierwerke werden zu Projektionsflächen für Filme und interaktive Kunst.

Die fünfte Auflage der Projektions-Schau „Lichtsicht“ in Bad Rothenfelde stößt auf großes Interesse. Die Biennale im Kurpark der kleinen Stadt bei Osnabrück war im September gestartet, noch bis zum 7. Februar sind dort nach Einbruch der Dunkelheit projizierte Kunstwerke zu sehen.

„Wir gehen davon aus, dass wir die 160 000 Besucher der Lichtsicht 4 toppen werden“, sagte Projektleiter Hermann Nöring. Die riesigen Seitenwände der beiden Gradierwerke, die früher zur Salzgewinnung dienten, sind gigantische Projektionsflächen für Licht- und Medienkunstarbeiten von zehn internationalen Künstlern und Künstlergruppen.

So lässt der Südafrikaner William Kentridge eine Prozession schattenhafter Figuren durch den nächtlichen Kurpark ziehen, begleitet von der Musik einer Blechbläser-Gruppe. Auftretende Skelette erinnern in der Projektion an einen mittelalterlichen Totentanz. Der Menschenzug verweise auf politische Demonstrationen, fröhliche Paraden, wecke aber auch Assoziationen zu Flüchtlingsströmen, sagt Nöring.

Projektions-Schau „Lichtsicht 5“

Wenige Meter weiter können sich Besucher mit ihrem Smartphone in die Installation „Lasact“ einwählen, eine interaktive Arbeit, bei dem bis zu acht Menschen gleichzeitig die Projektion beeinflussen können. Die Künstlerin rosalie hat in der audio-visuellen Installation „Marathon der Tiere“ verschiedene Tiere in einem Röntgentunnel gefilmt - eine Arbeit, die sich mit der schrumpfenden Artenvielfalt beschäftigt.

Der Amerikaner Robert Wilson bringt in seinen „Video Porträts“ unter anderem Hollywood-Star Brad Pitt und Prinzessin Caroline von Monaco aufs Gradierwerk und der israelische Künstler Eyal Gever projiziert das virtuell bewegte Bild einer Tänzerin auf eine Wasserfontäne.

Insgesamt seien die Arbeiten im Vergleich zu den Vorjahren komplexer und auch die Künstlerriege sei hochrangiger, sagt Nöring. Kurator ist erstmals der Direktor des Zentrums für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe, Peter Weibel. dpa

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