Deutschsprachiger Bieter erfolgreich

Briefmarke der Superlative versteigert: Rote Mauritius kostet Millionen

Briefmarke "Rote Mauritius"
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Die Briefmarke „Rote Mauritius“ wurde am Samstag für 8,1 Millionen Euro versteigert.

Die „Rote Mauritius“ gilt unter Kennern als eine der seltensten Briefmarken der Welt. Nun ist sie in Ludwigsburg für mehrere Millionen Euro versteigert worden.

Ludwigsburg – Im Auktionshaus Christoph Gärtner ist am Samstag eine der letzten drei verbliebenen „Rote Mauritius“- Briefmarken versteigert worden – für satte 8,1 Millionen Euro. Der neue Eigentümer ist nach Auskunft des Auktionshauses ein deutschsprachiger Sammler aus Europa. Die Marken der „Roten Mauritius“ bilden gemeinsam mit der „Blauen Mauritius“-Serie sehr begehrte und auf nur noch wenige Exemplare begrenzte Sammlerstücke.

Das nun versteigerte Exemplar mit dem Titel „1847 Mauritius 1d Ball Cover“ war für einen Startpreis von vier Millionen Euro von einem Privateigentümer angeboten worden. Nach Angaben des Auktionshauses wechselt der historisch wertvolle Umschlag mit der Briefmarke nur alle paar Jahrzehnte seinen Besitzer. Insgesamt hatten sich drei Interessenten beim Bieten am Telefon Hoffnungen gemacht.

„Rote Mauritius“ der Queen und British Library sind unverkäuflich

Mit der „Roten Mauritius“ wurde erstmals das Porto für den Versand von Einladungen zu einem Kostümball bezahlt. Noch drei der Umschläge sollen erhalten geblieben sein. „Königin Elisabeth II. besitzt eines der „Ball Cover“ in ihrer Philatelie Sammlung“, erklärte Auktionator Christoph Gärtner. Ein weiteres Exemplar befinde sich in der Philatelic Collection der British Library in London. „Beide können nie verkauft werden.“ Das britische Königshaus hat seit jeher eine besondere Nähe zu Briefmarken, jüngst erschien eine Marke im Gedenken an Prinz Philip. Das dritte noch existierende Cover der „Roten Mauritius“ sei das nun versteigerte in Privatbesitz.

Der bisherige Besitzer hatte sich nach eigenen Worten nur schweren Herzens von der seltenen Briefmarke getrennt. „Ich habe jede Sekunde des prestigeträchtigen „Mauritius Ball Cover“ von 1847 genossen und spürte, dass es nun an der Zeit war, es an jemanden weiterzugeben, der ebenso leidenschaftlich und stolz darauf ist, es zu besitzen“, zitierte das Auktionshaus vor der Versteigerung aus einem Grußwort des Mannes.

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