Mensch gegen Maschine

Niedersachsen und Bremen: Jeder dritte Job könnte ein Roboter übernehmen

Roboterdummies sind auf orangen Stühlen zu erkennen
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Mensch gegen Maschine: In Niedersachsen und Bremen könnten ein Drittel der Jobs von Robotern ausgeführt werden.

Etliche Aufgaben im Berufsleben könnten in Niedersachsen und Bremen auch von Maschinen übernommen werden. Das geht aus einer Studie der Bundesagentur für Arbeit hervor.

Hannover – An jedem dritten Arbeitsplatz in Niedersachsen und Bremen könnten mehr als 70 Prozent der Tätigkeiten von Computern übernommen werden. Das ergab eine Untersuchung, die die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Montag in Hannover vorgestellt haben.

Bundesland:Niedersachsen
Hauptstadt:Hannover
Fläche:47.614 km²
Ministerpräsident:Stephan Weil (SPD)
Bevölkerung:7,982 Millionen (2019) Eurostat

Die Studie habe die Anteile der Arbeit berechnet, die in einem Beruf durch Computer ersetzt werden könnten. Zwischen 2013 und 2019 seien diese Anteile, auch Substituierbarkeitspotenziale genannt, bundesweit in nahezu allen Berufsbereichen deutlich gestiegen.

Mehr als jeder dritte Beschäftige könnte in Bremen und Niedersachsen durch einen Computer ersetzt werden

Mit 35,4 Prozent in Niedersachsen und 34,7 Prozent in Bremen im Jahr 2019 liege der Anteil der Beschäftigungsverhältnisse, die ein hohes Substituierbarkeitspotenzial von mehr als 70 Prozent aufweisen, insgesamt leicht über dem bundesweiten Durchschnitt (33,9 Prozent). Grund hierfür sei die leicht unterschiedliche Wirtschaftsstruktur.

So gebe es in Niedersachsen einen etwas höheren Anteil an Beschäftigten in Produktionsberufen als im bundesweiten Durchschnitt. Das Bundesland Bremen verfüge über einen höheren Anteil an Verkehrs- und Logistikberufen als im Bund.

Neue Studie: Mensch gegen Maschine „soll keine Angst, sondern aufmerksam machen“

Die Forscher haben sich auch mit der Frage beschäftigt, was die Ergebnisse für Unternehmen und Beschäftigte bedeuten. „Substituierpotenziale sollten keine Angst machen, sondern aufmerksam machen“, sagte der Autor der Studie, Martin Wrobel. Arbeitnehmer müssten generell bereit sein, sich im Beruf Veränderungen anzupassen. Ein hohes Substituierpotenzial sei generell nicht als schlecht anzusehen, weil dies gleichzeitig ein Wachstumspotenzial in den jeweiligen Berufsfeldern mit sich bringen könne..

„Wer den technologischen Wandel für sich nutzen will, braucht eine durchdachte Strategie, welche die passgenaue Qualifizierung von Beschäftigten in den Mittelpunkt stellt“, sagte der Chef der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, Johannes Pfeiffer. Das sei für die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe entscheidend.

Dass viele Tätigkeiten theoretisch ersetzbar wären, heiße jedoch nicht, dass Arbeitgeber sie in jedem Fall und in vollem Umfang ersetzen. Kosten, ethische, rechtliche oder organisatorische Gründe können dagegensprechen. (dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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