Dauereinsätze wegen Unwetter

Riesen-Hagelkörner und zerstörte Dächer

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In Hannover schüttete es wie aus Eimern.

Sehnde/Hannover - Platzregen, tennisballgroße Hagelkörner, Sturmböen: Sommerunwetter haben am Wochenende in Niedersachsen und Bremen erhebliche Schäden verursacht. Polizei und Feuerwehr waren im Dauereinsatz.

Erst die Hitze, dann der Sturm: Ein heftiges Unwetter mit Hagel ist am Samstagabend über die Region Hannover gezogen und hat vielerorts für Schäden gesorgt. Im Bereich Peine etwa wurden zehn Menschen leicht verletzt. Sie mussten im Krankenhaus behandelt werden, teilte die Polizei mit. Zudem seien in manchen Ortsteilen 30 bis 40 Prozent der Dächer stark beschädigt oder sogar zerstört worden. Dachdecker seien im Dauereinsatz. Stark betroffen war auch Sehnde, wo mehrere Bäume umstürzten. Im Stadtgebiet von Hannover und Bremen kam es wegen des Gewitters ebenfalls zu Schäden und vermehrten Einsätzen.

Im Peiner Ortsteil Abbensen musste die Freiwillige Feuerwehr ausrücken, um ihre eigene Einsatzleitstelle zu schützen. „Durch den Hagel gab es große Schäden an Autos und Häusern“, sagte ein Sprecher der Polizei Peine. An vielen Stellen seien Bäume umgestürzt oder Äste abgebrochen. Viele Straßen - auch die Autobahn 2 - waren zeitweise nur schwer befahrbar oder mussten sogar gesperrt werden. Wie stark die Landwirtschaft betroffen ist, lasse sich erst in den kommenden Tagen abschätzen, so der Sprecher. „Die Felder sind ebenfalls stark durch das Unwetter beschädigt worden. Die Mais- und Rübenernte könnte an einigen Orten sehr beeinträchtigt werden.“

In Sehnde (Region Hannover) war die Feuerwehr nach eigenen Angaben rund 60 Mal im Einsatz, um Straßen von umgestürzten Bäumen zu räumen. Tennisballgroße Hagelkörner zerschlugen Dachziegel und verbeulten Autos, teilte die Feuerwehr mit. Mehrere Menschen seien von Hagelkörnern mit bis zu acht Zentimetern Durchmesser verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden.

Der Deutsche Wetterdienst hat für Sonntag erneut Gewitter im Norden Deutschlands angesagt - vor allem im Harz und dessen Vorland. „So ein schweres Unwetter wie vergangene Nacht wird es aber wohl, wenn überhaupt, im Südosten Deutschlands geben“, sagte eine Sprecherin. dpa

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