Hallen- und Freibäder im Lockdown geschlossen

70 Euro für 90 Minuten: Hier könnt ihr ein Freibad für euch mieten

Melvin Diekjobst, stellvertretender Betriebsleiter vom Freibad Adendorf, kontrolliert mit einem Thermometer die Wassertemperatur.
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Melvin Diekjobst, stellvertretender Betriebsleiter vom Freibad Adendorf, kontrolliert mit einem Thermometer die Wassertemperatur.

Im Corona-Lockdown haben Hallen- und Freibäder eigentlich geschlossen. Das Bad in Adendorf bei Lüneburg öffnet nun für Familien und vermietet die Bahnen.

Adendorf - Das Modell gibt es auch anderswo in Niedersachsen. Rechnet sich das für die Bäder überhaupt? 70 Euro für 90 Minuten - in Adendorf bei Lüneburg können Familien oder Gruppen einen Teil des Freibades mieten. Die Idee entstand, weil das von der Gemeinde betriebene Bad seit März von den neun Festangestellten auf die Saison vorbereitet wurde und die hohen Kosten ohnehin anfallen. Nun könne wenigstens ein Teil der Heizkosten gedeckt werden. „Wir sind in dieser Zeit mit Anfragen bombardiert worden“, erzählt Fachbereichsleiter Holger Schölzel von der Gemeinde über das Bedürfnis der Menschen sich zu bewegen.

Rent-a-Pool-Projekte auch in anderen Bundesländern

Ähnliche Rent-a-Pool-Projekte laufen auch in anderen Bundesländern, in Niedersachsen sind unter anderem Bäder in Hannover, Isernhagen, Worpswede und Buxtehude dabei. In Schneverdingen im Heidekreis können Dauerkartenbesitzer per Termin eine Stunde ins Hallenbad.

In streng getrennten Bereichen können sich nach den Corona-Auflagen Familien oder Kleingruppen aus einem Haushalt mit zwei Begleitpersonen (Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit) in Adendorf anmelden. In der vergangenen Woche nutzten bereits einige Schwimm-Fans die Bewegung im 23 Grad warmen Becken. „Unser Ziel ist es, für die Öffentlichkeit zu öffnen. Es soll sich jeder leisten könne“, betont Schölzel. Deswegen habe man auch den ursprünglichen Mietpreis von 90 Euro reduziert.

Schwimmunterricht für die Kleinsten wichtig

Ganz wichtig ist der Gemeinde der Schwimmunterricht für die Kleinsten. „Schwimmenlernen ist eine Grundkompetenz, die Kurse sind eine Herzensangelegenheit von uns und haben oberste Priorität“, sagt Schölzel. Bereits jetzt habe man das Angebot für die Sommerferien aufgestockt. Sportvereine, die Volkshochschule und die DLRG wollen zudem zusätzliche Kurse ausrichten. Das Bad wartet nur auf die Erlaubnis. Trotzdem rechnet die Gemeinde nicht damit, dass sich das Bad rechnet: Der Fehlbetrag von 330 000 Euro aus 2020 werde sich wohl auch dieses Jahr wiederholen, heißt es.

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