13 Meter Durchmesser

Rekord-Adventskranz über Lüneburg - Hilfe per SMS

Der Wichernkranz - einer der größten Adventskränze Europas
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Der gewaltige Aluminiumring wiegt 1,5 Tonnen und hat einen Durchmesser von 13 Metern.

Lüneburg - Von Peer Körner. Über der Altstadt von Lüneburg thront in der Weihnachtszeit einer der größten Adventskränze Europas. Der gewaltige Wichernkranz hat einen Durchmesser von 13 Metern. Sein Ring kann per SMS oder Anruf zum Leuchten gebracht werden - das Ganze dient einem guten Zweck.

Er ist mächtig groß, schön anzuschauen und hilft auch noch jungen Menschen - der Wichernkranz. Als einer der größten Adventskränze nicht nur bundesweit soll er in der Weihnachtszeit wieder über den Dächern von Lüneburg leuchten. Der gewaltige Aluminiumring wiegt 1,5 Tonnen und hat einen Durchmesser von 13 Metern. Damit passt er genau auf die Zinnen des neogotischen Wasserturms in der historischen Altstadt. Den alten Backsteinbau im Burgturm-Look überragen dort nur die drei großen Kirchen. 

„Mit der Aktion wollen wir an Johann Hinrich Wichern erinnern", erklärt Projektleiter Michael Elsner. „Der Gründervater der Diakonie hat nicht nur den Adventskranz erfunden, sondern sich vor allem auch für Kinder in Not eingesetzt." Wichern hatte 1839 erstmals Heimkindern in Hamburg mit einem Kerzen-geschmückten Wagenrad das Warten auf Weihnachten verkürzt.

Ein Kran versucht den Wichernkranz auf den 56 Meter hohen Wasserturm zu heben. Der erste Hebeversuch musste aufgrund von starken Wind abgebrochen werden

Arbeiter haben am Montagmorgen am Fuß des Turmes begonnen, das eindrucksvolle Lichtobjekt zusammenzusetzen. Ein Kran soll den Kranz auf den gut 55 Meter hohen Turm setzen, doch das Wetter spielt in diesem Jahr nicht recht mit. „Die Bedingungen sind nicht optimal", sagt Elsner, während der erste Versuch abgebrochen wird. "Wind und Regen sind nicht gut, aber es wird klappen." Kurz darauf muss das Ganze auf den Abend verschoben werden. 

Elsner hat Erfahrung, der Rekordkranz wird bereits zum zehnten Mal dort oben montiert. Das Besondere des Wichernkranzes außer seiner schieren Größe: Für einen guten Zweck kann der Ring unter den Kerzen bis zum 6. Januar per SMS oder mit einem Anruf zum Leuchten gebracht werden. 

Mit den Einnahmen wird diesmal ein Bildungsprojekt für junge Flüchtlinge in der Region unterstützt. 2016 wurde ein interkulturelles Musikprojekt für Schüler und jugendliche Flüchtlinge gefördert. Der Kranz strahlt bereits zum zehnten Mal. "In den vergangenen Jahren sind insgesamt über 45.850 Euro für verschiedene Projekte zugunsten von Kindern und ihren Familien zusammengekommen", sagt Tina Hueske vom evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Lüneburg.

Am Sonnabend soll das erste Licht leuchten, bis Weihnachten wird es jeden Tag eins mehr sein - ganz wie damals bei Wichern. - dpa

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