Otto Rehhagel gibt Gefangenen Denkanstöße

„Rehakles“ besucht JVA Vechta

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Otto Rehhagel erzählt Straftätern aus seinem Leben.

Vechta - Von Andreas Hammer. Er ist Philosoph, auch hier. Im Nebenraum der Sporthalle der Justizvollzugsanstalt (JVA) Vechta sitzt Otto Rehhagel elf jungen Straftätern in Trainingsanzügen gegenüber, redet über Fußball, über seine Karriere und das Leben. Und zitiert Schiller. „Dreifach ist der Schritt der Zeit“, sagt Rehhagel zu den jungen Männern. Die Botschaft dahinter: Das Leben ist kürzer, als ihr denkt. Macht was draus. Und: Der Fußball kann euch dabei helfen.

Rehhagel (78) hat im Fußball viel erlebt. Er war 14 Jahre Trainer bei Werder Bremen, führte den 1. FC Kaiserslautern 1998 als Aufsteiger zur Meisterschaft und die Griechen 2004 sensationell zum EM-Titel. Jetzt nutzt er seine Erfahrungen, um Menschen zu motivieren, denen ein positiver Denkanstoß vielleicht gut tut. Darum ist er an diesem Mittwochnachmittag in Vechta.

Eine knappe Stunde nimmt sich Rehhagel Zeit für die Inhaftierten. Und die hören ihm gebannt zu, wenn er redet. Über seine Kindheit im Krieg in Altenessen. Über die Schattenseite der Prominenz („Alles, was ich mache, wird kontrolliert.). Über seine Tipps für eine lange Ehe („Sag‘ nie zu deiner Frau ,du dumme Kuh‘“).

Und natürlich über Fußball. An den Saisonstart 1974/75 etwa denkt Rehhagel gerne zurück. Damals feierte er als junger Cheftrainer der Offenbacher Kickers einen 6:0-Sieg gegen die Bayern-Startruppe um Sepp Maier, Franz Beckenbauer und Uli Hoeneß. Aber auch seine größte Niederlage ist präsent: das 0:12 mit Borussia Dortmund in Mönchengladbach Ende der Saison 1977/78. Doch Fußball ist für Rehhagel mehr. „Mein größter Erfolg ist, dass die Spieler meine Freunde geworden sind“, sagt er.

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