Weil: Integration der Flüchtlinge bleibt 2016 Hauptaufgabe

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Regierungschef Stephan Weil.

Hannover - Die Integration der über 100 000 neuen Flüchtlinge in Niedersachsen wird 2016 nach Einschätzung von Regierungschef Stephan Weil die Hauptaufgabe für das Land bleiben.

„Eine so große Zahl von Menschen in so kurzer Zeit unterzubringen, das hat uns alle miteinander wirklich an den Rand unserer Möglichkeiten gebracht“, sagte Weil in seiner Neujahrsansprache.

Tausende von Bürgern, die Hilfsorganisationen und die Mitarbeiter bei Land und Kommunen hätten mit angepackt, um die Neuankömmlinge unterzubringen. „Wir haben in Niedersachsen eine Welle der Hilfsbereitschaft erlebt, auf die wir miteinander wirklich stolz sein können“, sagte der SPD-Politiker.

2016 müsse Deutschland zu einer „organisierbaren“ Form der Zuwanderung zurückkehren. Die Integration der vielen Flüchtlinge sei die wichtigste Aufgabe der kommenden Jahre. „Die Herausforderung ist wirklich groß“, sagte Weil.

Auch der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode rief in seiner Silvesterpredigt im Dom dazu auf, Flüchtlingen mit Offenheit zu begegnen. Um die Integration der Menschen zu stärken, brauche es Vertrauen, Mut und Entschlossenheit, sagte Bode. Gleichzeitig gelte es, Vorurteile zu überwinden und jeder Form von Hass und Gewalt entgegenzutreten. „Krisen und Kriege, Gewalt und Terror, Not und klimatische Veränderungen bringen die Welt in eine Bewegung von ungeheurem Ausmaß“, sagte Bode. Die Zukunft werde geprägt sein von einer Wanderung von Menschen, die auf der Suche nach neuen Lebensmöglichkeiten seien.

Regierungschef Weil ging in seiner Neujahrsansrache auch noch einmal auf den VW-Skandal ein. Er betonte, das Land könne in dieser Sache jetzt wieder optimistischer in die Zukunft blicken. „Im Übrigen wissen wir in Niedersachsen ganz genau, was wir an diesem Unternehmen haben, in guten Zeiten und eben auch in schlechten.“ Die unverantwortlichen Manipulationen an Abgaswerten hätten aber einen beträchtlichen Schaden angerichtet, von dem Kunden weltweit und Tausende von Beschäftigten in Niedersachsen betroffen seien.

dpa

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