Philologenverband kündigt Klage an

Regierung lässt Gymnasiallehrer für gleiches Geld mehr arbeiten

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Rund 19000 Gymnasiallehrer sind von dem Gesetz betroffen.

Hannover - Nach dem Beschluss der Landesregierung müssen Gymnasiallehrer künftig länger arbeiten, ohne dafür mehr Geld zu bekommen. Die so eingesparten rund 80 Millionen Euro sollen nach Angaben des Kultusministeriums an anderen Stellen wieder zurück ins Bildungssystem fließen.

Die Mehrbelastungen seien mit Blick auf die notwendigen Ausgaben für Ganztagsschulen, Krippen und den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern vertretbar.

Der niedersächsische Philologenverband hat eine Klage gegen die neue Arbeitszeitverordnung für Gymnasiallehrer angekündigt. Die geplanten Änderungen seien nicht nur politisch und moralisch, sondern auch juristisch unhaltbar, sagte der Verbandsvorsitzende Horst Audritz am Dienstag in Hannover. Für die Klage hat der Verfassungsrechtler Ulrich Battis ein Gutachten erstellt. Es wirft der Landesregierung Verstöße gegen das Grundgesetz vor.

Für die Gymnasiallehrer bedeutet das Gesetz, dass sie vom nächsten Schuljahr an 24,5 statt 23,5 Wochenstunden unterrichten müssen. Betroffen davon sind nach Ministeriumsangaben rund 19.000 Gymnasiallehrer.

Doch auch Lehrer anderer Schulformen protestieren, weil für alle Schulformen vereinbarte Arbeitszeitermäßigung für ältere Pädagogen bis auf Weiteres gestrichen wurde. Eigentlich sollte der Unterricht für Lehrer ab 55 Jahren vom Sommer 2014 an um eine Stunde und ab 60 Jahren um zwei Stunden reduziert werden. Von diesen Änderungen sind insgesamt 27.000 Lehrer aller Schulformen betroffen.

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