„Punktuell weiß“

Ein Hauch von Winter: Schneefall in Niedersachsen und Bremen zu erwarten

Es bleibt winterlich in Niedersachsen - vor allem im Bergland. Das zieht die Menschen wieder in den Harz. Aber auch im Tiefland ist Schneefall zu erwarten.

  • Eine weiße Winterlandschaft wird es vorerst in Niedersachsen und Bremen nicht geben.
  • Meteorologen warnen vor Glättegefahr in Folge von Regen und niedrigen Temperaturen.
  • Die niedersächsischen Winterdienste sind auf den Einsatz vorbereitet.

Update 4. Januar: Leichter Schneefall, Schneeregen, Glätte und wenig Sonnenschein - bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bleibt es in Niedersachsen und Bremen in den nächsten Tagen unbeständig. Vor allem nachts drohe Glätte auch im Tiefland, im Bergland auch tagsüber, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Montag. Neben vielen Wolken und vor allem im Tiefland und an der Küste Regen gibt es in den Hochlagen auch Schnee. „Spektakulär wird es nicht, aber hier und da gibt es einen Hauch von Winter“, sagte der Sprecher.

Behörde:Deutscher Wetterdienst
Hauptsitz:Offenbach am Main
Gründung:1952
Dachorganisation:Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Vor allem in den höheren Lagen dürfte es winterlich bleiben: In den Hochlagen des Harzes erwartet der Deutsche Wetterdienst nach vorsichtiger Schätzung am Dienstag drei bis fünf Zentimeter Schnee, am Mittwoch bis zu sechs Zentimeter, am Donnerstag maximal drei bis vier Zentimeter und am Freitag bis vier Zentimeter.

Nach Angaben der Polizei war die Lage im Harz zunächst entspannt, die Menschen reisten aber an. „Wir erwarten für den Lauf des Tages die Auslastung der Parkflächen“, sagte ein Sprecher der Polizei Goslar. „Sowie es im Harz schneit, kommen die Leute. Das ist nichts Besonderes.“ Nur sei dieser Winter wegen Corona eben besonders. Am Wochenende bildeten sich kilometerlange Staus, nachdem viele Ausflügler sich entgegen allen Mahnungen auf den Weg in den Harz gemacht hatten.

Im norddeutschen Tiefland gebe es keine großen Chancen auf eine geschlossene Schneedecke, dort werde es für wenige Stunden „punktuell weiß“ werden, sagte der DWD-Sprecher. An der Küste dürfte eher Regen fallen. Die Niederschläge zögen von Osten heran, weil aber die Wassertemperatur der Ostsee noch vergleichsweise hoch sei, gebe es nur geringe Chancen auf Schnee.

Der Besucherandrang im Harz ist derzeit sehr stark.

Nachts dürfte bis ins Tiefland leichter Frost herrschen, tagsüber sollten es ein bis zwei, an der Küste auch bis zu vier Grad sein. Der Wind weht aus nordöstlicher Richtung, an der Küste und auf den Inseln sind am Dienstag stürmische Böen bis 70 Stundenkilometer möglich. Die Sonne sei nur selten zu sehen, aber „der eine oder andere Sonnenstrahl“ werde es schaffen.

Ursprungsartikel: Hannover/Hildesheim/Bremen - Es wird nass und kalt für die Menschen in Niedersachsen und Bremen. Während der Dienstag mit leichtem Regen oder Schnee gestartet ist, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, liegen die Höchstwerte bei um die vier Grad. Eine weiße Winterlandschaft mit knirschendem Schnee unter den Schuhen wird es also erstmal nicht geben.

In der Nacht zum Mittwoch ziehen im Nordwesten Wolken auf, die gebietsweise aber auch nur Regen bringen. Im Südosten ist es aufgelockert mit einzelnen Regen- oder Schneeschauern. Die Temperaturen sinken auf null bis zwei Grad, im Bergland bis zu minus zwei Grad. Der Kenner ahnt es bereits und die Meteorologen bestätigen es, und sprechen eine Warnung vor Glättegefahr aus.

Es gibt zwar vereinzelt Schneeschauer, aber zu einer klassischen Winterlandschaft kommt es wohl vorerst nicht.

Am Mittwoch dominieren dann dichte Wolken das Wetter. Lediglich zwischen dem Harz und dem Wendland kann es zu Auflockerungen kommen. Von Westen her zieht ein Regenband durch, im Bergland kann Schnee fallen. Hinzu kommen maximale Temperaturen zwischen vier und sieben Grad.

Winter-Wetter: Der Winterdienst in Niedersachsen ist auf seinen Einsatz vorbereitet

Aber auch wenn es glatt werden sollte, die rund 1500 Helfer des Winterdienstes in Niedersachsen sind auf ihren Einsatz vorbereitet. Für dieses Saison stehen rund 150.000 Tonnen Streusalz zur Verfügung, verteilt auf mehr als 110 Streugutlager, wie die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mitteilt. In der Zeit von Oktober bis Ende November seien davon bereits knapp 1000 Tonnen verbraucht worden, sagte Sprecherin Heike Haltermann.

Die Winterdienste in Niedersachsen sind auf den Einsatz vorbereitet und es liegen 150.000 Tonnen Streusalz bereit.

Vergleicht man die Zahl mit dem vergangenen Winter, lässt sich erahnen, dass noch einiges aus dem Lager verschwinden wird. Nach Angaben der Straßenbehörde seien rund 35.000 Tonnen Streusalz verbraucht worden. Der Durchschnitt im Verbrauch der vergangenen fünf Jahre liege bei rund 88.000 Tonnen pro Jahr. Eine Reaktion auf die besondere Winterperiode 2009/10 war eine deutliche Erhöhung der Lagerkapazität. Damals waren 220.000 Tonnen verbraucht worden und es hatte massive Schwierigkeiten bei der Bereitstellung von ausreichend Salz gegeben.

In den vergangenen fünf Jahren wurden durchschnittlich 88.000 Tonnen Streusalz pro Jahr benötigt.

Damit die Straßen in Niedersachsen frei von Schnee und Eis bleiben, sind nach Angaben der Straßenbehörde rund 1500 Mitarbeiter von Mitte Oktober bis Ende April im Einsatz. Von den 600 Winterdienstfahrzeugen seien 150 auf den Autobahnen und 450 auf den Bundes- und Landesstraßen unterwegs. Ab Januar übernehme aber die Autobahn GmbH des Bundes die Aufgaben für die rund 1400 Autobahnkilometer in Niedersachsen, sagte Behördensprecherin Haltermann. (Mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © Matthias Bein / picture alliance / dpa

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