Mindestens 200.000 Euro Schaden

Reetdachhaus brennt nieder: Brandstiftung möglich

+
euerwehrleute löschen am Montag in Stade  ein brennendes Reetdachhaus.

Stade - In Stade brennt ein Haus bis auf die Grundmauern nieder. Wieder trifft es ein Gebäude mit einem Reetdach, wie schon im November. Möglicherweise geht ein Brandstifter in Stade um.

Erneut ist ein Reetdachhaus in Stade bis auf die Grundmauern niedergebrannt, nachdem bereits in den Monaten zuvor mehrere reetgedeckte Gebäude in der Region in Flammen aufgegangen waren. Die Polizei schätzte den Sachschaden nach dem Brand am Montag zunächst auf mindestens 200.000 Euro, wie ein Sprecher mitteilte. Menschen wurden nicht verletzt. Zwei Bewohner des mindestens 135 Jahre alten Hauses waren von Passanten geweckt worden, so hatten sich die beiden 51 und 55 Jahre alten Männer retten können. Die Brandursache war zunächst nicht bekannt.

„Brandstiftung kann zumindest nicht ausgeschlossen werden“, sagte Polizeisprecher Rainer Bohmbach. Das Feuer an einer Hauptzufahrtstraße zur Stader Innenstadt führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Insgesamt waren rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Erst Ende November war ein Reetdachhaus in derselben Straße niedergebrannt. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude stand leer. Die Polizei ermittelt in dem Fall wegen möglicher Brandstiftung. Schon im August hatten Unbekannte versucht, das Haus anzuzünden. Einen Zusammenhang mit dem neuen Feuer konnte die Polizei nicht ausschließen. Einen weiteren Brand in dem am Montag zerstörten Haus hatte die Feuerwehr am 23. März noch rechtzeitig löschen können. „In dem Fall wurde wegen Brandstiftung ermittelt, jedoch bisher kein Täter gefasst“, sagte Bohmbach.

Erst am Sonntag hatte die „Hamburger Morgenpost“ über eine Serie von Bränden reetgedeckter Häuser in Stade und Umgebung berichtet. Zumindest teilweise gehe die Feuerwehr von Brandstiftung aus, hieß es in dem Artikel. Zuvor waren in diesem Jahr bereits Reetdachhäuser in den bei Stade gelegenen Ortschaften Guderhandviertel und Mittelnkirchen im Alten Land zerstört worden. In Mittelnkirchen hatte sich im Januar die 74 Jahre alte Bewohnerin in letzter Sekunde retten können, es entstand ein Schaden von rund 500 000 Euro. „In Mittelnkirchen gehen wir von Brandstiftung aus, in Guderhandviertel laufen die Ermittlungen noch“, sagte Bohmbach. „Ein Zusammenhang zwischen den Bränden in Stade und denen im Alten Land wird derzeit nicht gesehen.“ dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Angespielt: "Star Wars Battlefront II" im Test

Angespielt: "Star Wars Battlefront II" im Test

Krass: Sieben User setzten sich auf Alkoholentzug - das passierte

Krass: Sieben User setzten sich auf Alkoholentzug - das passierte

USA schicken fast 60.000 Flüchtlinge aus Haiti zurück

USA schicken fast 60.000 Flüchtlinge aus Haiti zurück

Das sind die teuersten Sportwagen aller Zeiten

Das sind die teuersten Sportwagen aller Zeiten

Meistgelesene Artikel

Brennende Lastwagen in Emstek: LKA übernimmt Ermittlungen

Brennende Lastwagen in Emstek: LKA übernimmt Ermittlungen

Aidshilfe kämpft für angstfreien Umgang mit HIV-Positiven

Aidshilfe kämpft für angstfreien Umgang mit HIV-Positiven

Computermodernisierung macht 135 Polizisten für Fahndungsarbeit frei

Computermodernisierung macht 135 Polizisten für Fahndungsarbeit frei

Steinbruch-Arbeiter möglicherweise bei Sprengung schwer verletzt

Steinbruch-Arbeiter möglicherweise bei Sprengung schwer verletzt

Kommentare