Rechtsextremismus in Niedersachsen gerät in die Defensive

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Bad Nenndorf wird diesen Samstag wieder Schauplatz eines rechten Aufmarsches. Foto: P.Steffen/Archiv

Hannover - Bad Nenndorf wird diesen Samstag wieder Schauplatz eines rechten Aufmarsches, aber auch von bunten Gegenprotesten sein.

Solche zivilgesellschaftlichen Proteste lassen nach Auffassung des Verfassungsschutzes in Hannover rechte Mitläufer nicht unbeeindruckt, und auch das Durchgreifen der Behörden gegen Neonazis habe Wirkung: Der Rechtsextremismus in Niedersachsen gerät nach Expertenansicht von solchen Demonstrationen in die Defensive.

Bei dem Aufmarsch in Bad Nenndorf erwartet die Behörde ähnlich wenig Teilnehmer wie im vergangenen Jahr, als die Polizei etwa 190 Neonazis zählte. Allerdings verlieren Demonstrationen für die Rechten generell an Bedeutung, insbesondere wenn sie wie in Bad Nenndorf auf den Nationalsozialismus Bezug nehmen, sagen Fachleute.

Der Veranstaltungstyp des Gedenk- oder Trauermarsches sei überholt in der rechten Szene, sagte Gewerkschaftssekretär Steffen Holz vom DGB, der die Gegenproteste in Bad Nenndorf mitorganisiert. Stattdessen entwickelten die Rechten sogenannte Kümmerer-Aktivitäten, bei denen sie sich in der Kommune oder im Stadtteil etwa für soziale Belange oder Kinder einsetzten. Allerdings werde dies kaum in Niedersachsen, sondern eher in Ostdeutschland beobachtet. Die rechte Szene versuche allerdings auch, Sorgen der Bürger vor einer angeblichen Islamisierung durch Flüchtlinge als Anknüpfungspunkt zu nutzen.

Protest gegen Neonazi-Aufmarsch in Bad Nenndorf

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