Marihuana, Kokain und Schusswaffen gefunden

Razzien bei Rockerclubs in Niedersachsen

Braunschweig - Helmstedt ist eine Art Rockernest. Gleich drei Motorradclubs sind dort zu Hause. Sie stehen im Verdacht, mit Drogen zu handeln. Nun schlug die Polizei zu.

Knapp 250 Polizisten haben bei Razzien in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt drei Rockerclubs und 25 Wohnungen durchsucht. Dabei fanden die Beamten am Dienstag Marihuana, Kokain und zwei Schusswaffen, wie die Staatsanwaltschaft Braunschweig mitteilte. Drei Beschuldigte wurden vorläufig festgenommen. Die Rocker stehen im Verdacht, im großen Stil Drogen angebaut und verkauft zu haben. In einem Wohnhaus in Hötensleben (Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt) fanden die Beamten laut Staatsanwaltschaft eine professionelle Plantage, in der rund 100 Cannabispflanzen standen.

Außerdem werde wegen gewerbsmäßiger Untreue ermittelt. Neben Schusswaffen und Drogen beschlagnahmte die Polizei Bargeld in mindestens vierstelliger Höhe, Datenträger und mehrere verbotene Schussgeräte. Dazu zählen beispielsweise Armbrüste. Die drei durchsuchten Clubheime stehen alle in Helmstedt. Dort sind die Hells Angels Wolfsburg, die RedDevils Helmstedt und die Oldiers Helmstedt beheimatet.

Insgesamt gebe es dort etwa 60 bis 70 Rocker, schätzte Ende 2014 der Leiter des Polizeikommissariats Helmstedt, Gerhard Radeck, bei einer Ausschusssitzung der Stadt. Die Mitglieder der Clubs würden genau beobachtet, die Bevölkerung sei aber nicht unmittelbar gefährdet. Die Staatsanwaltschaft ließ auch ein Tattoo-Studio in Helmstedt und ein Restaurant in Hannover durchsuchen. In Hannover, Helmstedt und im Landkreis Börde (Sachsen-Anhalt) standen 25 Wohnungen im Fokus.
dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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