Razzia in Hildesheim

Polizei stellt bei Salafisten Handys und Computer sicher

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Polizisten durchsuchen eine Moschee und Wohnräume von mutmaßlichen Salafisten.

Hildesheim - Bei der Durchsuchungsaktion gegen mutmaßliche Salafisten in Hildesheim hat die Polizei Computer, Handys, Speichermedien und zahlreiche weitere Beweismittel sichergestellt.

Wie die Polizeidirektion Göttingen am Donnerstag mitteilte, wurden auch eine Luftpistole, eine Schreckschusswaffe sowie rund 25.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. Festnahmen habe es nicht gegeben. 

Rund 400 Beamten hatten am Mittwoch in Hildesheim die Moschee des "Deutschsprachigen Islamkreises Hildesheim" (DIK) und mehrere Wohnungen mutmaßlicher Islamisten durchsucht.

Durch Medienbericht vorgewarnt

Zudem wurde am Donnerstag bekannt, dass der von der Polizei monatelang vorbereitete Schlag gegen den Verein übereilt durchgeführt werden musste, wie Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius mitteilte. Grund sei ein Medienbericht über die geplante Aktion gewesen, sagte der SPD-Politiker. Bereits vorher habe ein im Zusammenhang mit der Berichterstattung stehender Anruf beim verdächtigten "Deutschsprachigen Islamkreis Hildesheim e.V." (DIK) die Betreffenden aufgescheucht. "Da hat irgendjemand etwas durchgesteckt", sagte der Minister und kündigte Strafanzeige gegen Unbekannt an.

Hot-Spot für radikale Salafisten

Seit einer Weile ist bekannt, dass sich die Region Hildesheim/Göttingen zu einem Schwerpunkt für die wachsende Zahl radikal-islamischer Salafisten in Niedersachsen entwickelt hat. Ein Drittel der im vergangenen Jahr in Richtung Syrien und Irak ausgereisten Gotteskrieger stammt aus der Region, wie es im Ende Mai vorgelegten Verfassungsschutzbericht 2015 hieß. Die Zahl der Salafisten stieg demzufolge von 400 Ende 2014 auf mehr als 540. "Der DIK in Hildesheim ist ein bundesweiter Hot-Spot der radikalen Salafistenszene", sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) laut Mitteilung.

dpa

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