Rathausaffäre in Hannover zieht immer weitere Kreise

Hannover - Die Rathausaffäre in Hannover um mutmaßliche Kungelei und Günstlingswirtschaft zieht immer weitere Kreise. Sowohl das Innenministerium, die Staatsanwaltschaft als auch Landespolitiker in Hannover sind inzwischen mit der Affäre beschäftigt.

Diese entzündete sich im vergangenen Herbst an dem Versuch von Kulturdezernent Harald Härke, seiner Lebensgefährtin einen Job zuzuschanzen. Nach einem Wirr-Warr weiterer Vorwürfe liegen der Staatsanwaltschaft inzwischen mehrere Anzeigen gegen Härke wegen des Vorwurfs des Verrats von Dienstgeheimnissen vor. Ob die Behörde Ermittlungen aufnehme, werde noch geprüft, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Dienstag.

Nach dem zunächst erfolglosen Versuch von Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD), Härke rauszuwerfen, sind Informationen über offenbar unzulässige Gehaltszuschläge für Schostoks Büroleiter in politischen Kreisen gestreut worden. Dahinter könne Härke stecken, lautet der Verdacht, deshalb erfolgten die Anzeigen. Die Kommunalaufsicht des Innenministeriums, das die Gehaltszuschläge für ungerechtfertigt hält, hat von der Landeshauptstadt kurzfristig einen Bericht zu der Angelegenheit angefordert, bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums am Dienstag einen Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Dämpfer für WM-Gastgeber Russland

Dämpfer für WM-Gastgeber Russland

Achtelfinale noch nicht sicher - Löw sucht sein Team

Achtelfinale noch nicht sicher - Löw sucht sein Team

Sieger Erdogan: Wahl wird Jahrhundert unseres Landes prägen

Sieger Erdogan: Wahl wird Jahrhundert unseres Landes prägen

WM 2018: Diese heißen Schlitten fahren Messi, Ronaldo und Co.

WM 2018: Diese heißen Schlitten fahren Messi, Ronaldo und Co.

Meistgelesene Artikel

Hochzeitsnacht endet mit Platzverweis und Strafanzeige

Hochzeitsnacht endet mit Platzverweis und Strafanzeige

Mann stellt sich nach Flucht vor Polizei - Fußgänger angefahren

Mann stellt sich nach Flucht vor Polizei - Fußgänger angefahren

Eltern in Niedersachsen zahlen ab August keine Kita-Gebühr mehr

Eltern in Niedersachsen zahlen ab August keine Kita-Gebühr mehr

Heiß und heftig: Der Klimawandel kommt nach Niedersachsen

Heiß und heftig: Der Klimawandel kommt nach Niedersachsen

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.