Viele im Homeoffice

Ranking: Soviel verdienen Männer mehr als Frauen

Gleiche Arbeit - gleicher Lohn. Diese einfache Formel funktioniert immer noch nicht. In Niedersachsen bekommen Frauen weniger Lohn und Gehalt als Männer. Je nach Qualifikation schwankt die Differenz deutlich.

  • Fast in allen Bereichen verdienen Männer mehr als Frauen.
  • Immer mehr Männer sind 65 und älter in Niedersachsen.
  • 281.000 Männer und Frauen haben 2019 schon im Homeoffice gearbeitet.

Männer haben in Niedersachsen 2019 im Schnitt 525 Euro mehr pro Monat verdient als Frauen. Das geht aus einer Erhebung des Statistischen Landesamtes hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Deutliche Unterschiede zeigten sich demnach in den einzelnen Landkreisen. So verdienten Frauen im Landkreis Harburg neun Prozent weniger als Männer - in Emden betrug das Lohngefälle 29 Prozent.

Auch bestritten weniger Frauen ihren Lebensunterhalt durch eigene Erwerbstätigkeit: 64 Prozent der Frauen im erwerbsfähigen Alter waren 2019 erwerbstätig, bei den Männern waren es 77 Prozent. Anteilig am meisten Frauen waren mit 73 Prozent im Landkreis Grafschaft-Betheim erwerbstätig. In Delmenhorst waren es nur 46 Prozent. Der Anteil erwerbstätiger Niedersächsinnen stieg dem Landesamt zufolge seit 2008 um gut zwölf Prozentpunkte. (dpa)

Verdienstunterschiede (Brutto-Durchschnitt) Männer und Frauen 2018 in Vollzeit in Niedersachsen

MännerFrauenUnterschied in %
Leitende Stellung39,45 Euro/Stunde29,71 Euro/Stunde24,7
gehobene Fachkraft27,8723,67 15,1
Fachkraft19,3716,75 13,5
Angelernte14,4313,01 9,8
Ungelernte12,7511,74 7,9
Quelle: Bundesamt für Statistik, Verdienststrukturerhebung

Verdienstunterschiede (Brutto-Durchschnitt) Männer und Frauen 2018 in Teilzeit in Niedersachsen

MännerFrauenUnterschied in %
Leitende Stellung30,84 Euro/Stunde27,11 Euro/Stunde12,1
gehobene Fachkraft26,2323,08 12
Fachkraft16,2616,17 0,6
Angelernte12,512,47 0,2
Ungelernte11,0411,77 -6,6
Quelle:Bundesamt für Statistik, Verdienststrukturerhebung

Die beiden Tabellen bilden den Durchschnitt in Niedersachsen ab. Natürlich gibt es starke regionale Unterschiede. In der Studie heißt es dazu: „Der regionale Verdienstunterschied von sozialversicherungspflichtig vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern variiert zwischen den niedersächsischen Kreisen und kreisfreien Städten teils erheblich: Es ergibt sich eine Spanne von +9,0 Prozent Lohnabstand von Männern gegenüber Frauen im Kreis Harburg, bis hin zu +29,2 Prozent Lohnabstand in der kreisfreien Stadt Emden. Die Ursachen hierfür sind oftmals vielfältig, regional begründet und aus den mittleren Einkommen allein nicht abzuleiten. Auf Ebene des Landes Niedersachsen hat sich der Verdienstabstand zwischen sozialversicherungspflichtig vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern seit 2014 aber um insgesamt 9,9 Prozentpunkte verringert.“

Konkret betragen die Differenzen: Landkreis Diepholz 483 Euro, Landkreis Nienburg 460 Euro, Landkreis Verden 490 Euro, im Heidekreis 504 Euro und im Landkreis Rotenburg 510 Euro.

Frauen in klassischen Männerberufen – ein Ziel der Arbeit von Gleichstellungsbeauftragten.

Neben den reinen Verdienst wurden im „Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Niedersachsen“ diverse Bereiche untersucht. Dazu gehörten wie viele hauptamtliche Bürgermeisterinnen gibt es in Niedersachsen oder wie hoch ist der Frauenanteil in den Kommunalparlamenten. Für das Jahr 2019, also deutlich vor Corona, untersuchten die Wissenschaftler auch das Homeoffice.

Rund 281.000 Männer und Frauen haben 2019 ihre Erwerbstätigkeit regelmäßig auch von zu Hause ausgeübt, also Homeoffice gemacht. Davon haben rund 66.000 Beschäftigte an mehr als der Hälfte der monatlichen Arbeitstage von zu Hause gearbeitet. Von den vollzeiterwerbstätigen Vätern haben 12,2 Prozent von zu Hause gearbeitet und 14,4 Prozent der Mütter. Vermutlich werden die neuen Zahlen deutlich anders aussehen werden. Wobei unter den Begriff Homeoffice auch mobiles Arbeiten fällt.

In Niedersachsen gibt es mehr Männer die 65 oder älter sind. Laut der Statistik sind es 44,4 Prozent. Gegenüber 2008 ist dies ein Zuwachs von 1,5 Prozentpunkte. Die wenigsten alten Männer hat die Stadt Osnabrück mit 42,1 Prozent. Die meisten „Alten“ wohnen in den Landkreisen Rotenburg und Wesermarsch mit 45,9 Prozent. Die Landkreise Diepholz (45,2) und Nienburg (44,5) liegen etwas über dem Landesdurchschnitt.

Rubriklistenbild: © Panthermedia / Brüggemann

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