Fahndung im Landkreis Schaumburg erfolglos

Ex-RAF-Trio bleibt verschwunden - Hinweise bringen keine heiße Spur

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Vor diesem Laden überfielen Unbekannte in Cremlingen einen Geldtransporter. Die Polizei verdächtigt das Ex-RAF-Trio Garweg, Klette und Staub hinter der Tat.

Hannover - Knapp vier Wochen nach Raubüberfällen auf einen Geldtransporter und ein Geschäft in Cremlingen bei Braunschweig hat die Polizei im Raum Rinteln Hinweise auf den Ex-RAF-Terroristen Ernst Volker Staub überprüft.

Eine Fahndung sei die Aktion am Mittwoch im Landkreis Schaumburg allerdings nicht gewesen, sagte der Sprecher des Landeskriminalamtes Niedersachsen, Frank Federau, am Donnerstag in Hannover. „Es gab eine Hinweislage. Sie hat sich nicht bestätigt“, erklärte er. 

Über die Polizeiaktion vom Mittwoch hatte zuerst die "Schaumburger Zeitung" berichtet. Die Täter vom 25. Juni in Cremlingen waren mit einer Panzerfaust und einem Automatikgewehr bewaffnet. Medienberichten zufolge erbeuteten sie mehr als 600.000 Euro, was die Staatsanwaltschaft allerdings nicht bestätigte.

Mit diesem Foto fahndet die Polizist nach den Ex-RAF-Terroristen Burkhard Garweg (links) und Ernst-Volker Staub. Ihnen werden neun Überfälle zugerechnet.

Bei den Tätern soll es sich um die ehemaligen RAF-Terroristen Daniela Klette, Ernst Volker Staub und Burkhard Garweg handeln. Den Ex-Terroristen werden seit 2011 inklusive Cremlingen neun Raubüberfälle zugerechnet.

In vier Fällen - Stuhr, Wolfsburg, Cremlingen und Hildesheim - wurden DNA-Spuren gefunden, die auf die Ex-RAF-Terroristen als Täter hinwiesen. Im Zusammenhang mit den Raubüberfällen in Niedersachsen hat das Landeskriminalamt seit Januar rund 600 Hinweise aus der Bevölkerung bekommen. 

Es ist eine Belohnung von bis zu 80.000 Euro ausgesetzt. „Wir freuen uns über jeden Hinweis“, sagte Federau. „Es gibt nach wie vor keine heiße Spur.“

dpa

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