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EU-Corona-Zertifikat: So funktioniert der digitale Impfpass für Urlauber

Mit dem Start des EU-Corona-Zertifikats am 1. Juli wird einiges einfacher. Per QR-Code können Test- und Impf-Nachweise erbracht werden.

Bremen – Wochenlang, nein, monatelang wurde nicht nur über einen digitalen Impfausweis diskutiert, sondern auch über ein EU-Impfzertifikat. Nun hat das Warten dank des Digitalen Impfpasses endlich ein Ende. Schon ab dem 1. Juli 2021 besteht die Möglichkeit in 27 EU-Ländern einen in Deutschland ausgestellten Nachweis über eine Impfung, einen frischen Test oder eine überstandene Corona-Infektion über einen QR-Code auslesen zu lassen.

Virus:Coronavirus, COVID-19
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Vorkommen:Weltweit
Erster bekannter Fall:1. Dezember 2019

EU-Corona-Zertifikat startet am 1. Juli: Beim Digitalen Impfpass ziehen Nicht-EU-Ländern ziehen nach

Beim EU-Corona-Zertifikat, das am 1. Juli 2021 an den Start geht, stehen der Name und das Geburtsdatum der Person. Zudem zeigt der Digitale Impfpass Informationen zum Impfzeitpunkt und zum Impfstoff beziehungsweise zu einem Testergebnis oder zur Genesung nach einer Corona-Infektion. Fälschungssicher wird es durch einen QR-Code samt elektronischer Signatur. Ausgestellt werden sie in den Impfzentren und in Apotheken, ab und an auch in Arztpraxen. Der QR-Code wird mittels Handy mit der CovPass-App des Robert-Koch-Instituts (RKI) oder mit der Corona-Warn-App der Bundesregierung gescannt.

Gültig ist das EU-Corona-Zertifikat im Hinblick auf einen vollständigen Impfschutz allerdings erst zwei Wochen nach der letzten erforderlichen Impfung, beim Vakzin von Johnson&Johnson ist eine Woche ausreichend für den Digitalen Impfpass.

Am 1. Juli 2021 geht das EU-Corona-Zertifikat an den Start. (kreiszeitung.de-Montage)

Während es in Schweden, Malta und Irland noch kein gültiges EU-Impfzertifikat gibt, schließen sich auch Nicht-EU-Länder wie Norwegen, Island, Liechtenstein und die Schweiz dem Corona-Zertifikat ab dem 1. Juli 2021 an und erleichtern so Nachweise und Kontrollen im Zusammenhang mit Covid-19.

Zudem seien weitere Staaten für die Einführung des EU-Corona-Zertifikats im Gespräch. Ein Kandidat für den Digitalen Impfpass ist dabei auch Großbritannien, das seit dem Brexit kein EU-Mitglied mehr ist und derzeit mit den explodierenden Corona-Zahlen im Zuge der Delta-Variante zu kämpfen hat.

Aktuell räumt die EU eine Übergangsfrist für die technische Umsetzung bis zum 12. August ein, sodass es hier und da noch zum Problemen beim Auslesen kommen kann.

Trotz digitalem EU-Corona-Zertifikat: Experten empfehlen neben dem Digitalen Impfpass, stets das Impfheft dabei zu haben

Inwieweit das EU-Corona-Zertifikat beziehungsweise der Digitale Impfpass Urlaube, Shoppingausflüge oder Wochenendtrips erleichtert, liegt in den Händen der einzelnen Länder. Nachzulesen ist dies auf der Webseite „reopen.europa.eu/de“ oder in den Reiseinformationen des Auswärtigen Amts.

Die EU-Staaten sehen jedoch vor, dass es zukünftig auch wieder Beschränkungen für vollständig Geimpfte geben kann, je nachdem wie die Infektionslage in einem Land ist. Geimpften, Getesteten und Genesenen wird daher dringendst empfohlen, sich vor Antritt ihres Urlaubs über die Corona-Lage in ihrem Reiseland zu informieren. Bestes Beispiel dafür ist die aktuelle Situation mit dem Ausbruch der Delta-Variante in Portugal. Jeder der von dort aus nach Deutschland zurückkehrt, muss in eine 14-tägige Quarantäne – auch vollständig Geimpfte.

Digitaler Impfpass: Über 37 Millionen EU-Corona-Zertifikate allein in Deutschland

Aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums gibt es allein in Deutschland bereits 37,3 Millionen EU-Zertifikate. Allerdings trügt diese enorm hohe Zahl. Denn sowohl für die erste als auch für die zweite Impfung wird ein solches Zertifikat ausgestellt, sodass die Zahl der Zertifikate die Zahl der tatsächlich vollständig Geimpften überschreitet.

Trotz Start des EU-Corona-Zertifikats am 1. Juli 2021 empfiehlt der Deutsche Reiseverband (DRV) sicherheitshalber stets das Impfheft wie auch den Digitalen Impfausweis dabeizuhaben. „Schließlich kann das Handy auch mal gestohlen werden, oder man verliert es oder es fällt ins Wasser“, so DRV-Sprecherin Kerstin Heinen.  * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Revierfoto/IMAGO & photothek/IMAGO

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